In den letzten Tagen sind die Hypothekenzinsen geradewegs in den Keller gerauscht: Der seit Wochen bestehende Zinsrückgang ist mittlerweile so kräftig ausgefallen, dass die Zinsen für Baugeld einen neuen Tiefstand für dieses Jahr erreicht haben. Potentielle Darlehensnehmer haben somit allen Grund zur Freude: Im historischen Vergleich wird ersichtlich, dass solch günstige Hypothekenzinsen nur selten erhältlich sind.

Allerdings ist ebenso festzustellen, dass die so genannte Zinsstrukturkurve stark ausgeprägt ist. Damit ist gemeint, dass die Zinssätze in Abhängigkeit von der jeweiligen Zinsbindung deutliche Unterschiede aufweisen können. Mit Abstand am günstigsten sind derzeit variable Darlehen, bei denen durchaus eine zwei vor dem Komma des Zinssatzes stehen kann. Aber auch Darlehen mit Zinsbindung können günstig abgeschlossen werden, allen voran Darlehen mit fünfjähriger Zinsbindung.

Nun ist es leider so, dass gerade diese günstigen Darlehen für die meisten Bauherren und Käufer alles andere als geeignet sind. Aufgrund der kurzen Zinsbindungen kommt es zu einem hohen Risiko: Für die Darlehen müssen schon nach vergleichsweise kurzer Zeit passende Anschlussfinanzierungen gefunden werden, die je nach Zinsentwicklung deutlich teurer sein können. Deshalb sind die meisten Interessenten besser dran, eine lange Zinsbindung zu wählen: Deren Zinssätze sind einen Tick höher angesiedelt, bieten aber mehr Sicherheit.

Wer dennoch in den Genuss der ganz niedrigen Zinssätze gelangen möchte, kann sein Darlehen in zwei sogenannte Tranchen aufteilen: Der Großteil des Darlehens wird klassisch mit langer Zinsbindung finanziert, ein kleinerer Teil (z.B. 25.000 Euro) hingegen mit einem variablem Darlehen oder sehr kurzer Zinsbindung. So lässt sich ebenfalls ein Zinsvorteil erzielen und das Risiko bleibt überschaubar.


 

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