Sicherheit / Risiko

Die globale Finanzkrise begann mit einer Bankenkrise in den USA. Letztere liegt noch keine zehn Jahre zurück, da bahnt sich schon die nächste Bankenkrise an. Allerdings nicht in den USA, sondern in Europa. Zuletzt sorgte mehrere europäische Banken für Schlagzeilen, unter anderem auch Geldinstitute aus Deutschland.

Besonders die Deutsche Bank ist ordentlich unter Beschuss geraten. Das Institut kämpft an mehreren Fronten gegen ernsthafte Bedrohungen. Aber auch andere Geldinstitute haben schon bessere Zeiten gesehen. So gab erst kürzlich die Commerzbank bekannt, zahlreiche Stelle abbauen zu wollen. Außerdem gibt es mehrere Banken in Italien, die mit ernsthaften Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

Obwohl die Bankenwelt einen eigenen Kosmos verkörpert, sind einige Bürger verunsichert. Unter ihnen befinden sich vor allem Immobilieneigentümer, vor allem solche, die noch Darlehen zurückzahlen. So mancher Eigentümer hat Angst, die Bankenkrise könnte um sich schlagen und letztlich zum Verkauf oder gar zur Kündigung bestehender Immobiliendarlehen führen.

Im heutigen Blogbeitrag beantworten wir die häufigsten und wichtigsten Fragen zu diesem Thema. Bereits an dieser Stelle sei gesagt, dass sich Darlehensnehmer nicht zu fürchten brauchen.

Wie wahrscheinlich ist ein Darlehensverkauf durch die Bank?

Das Risiko, dass Banken soweit gehen und ihre bestehenden Baufinanzierungen weiterverkaufen, ist äußerst gering. Außerdem haben wir derzeit nur eine kleine Bankenkrise, sofern überhaupt von einer Krise gesprochen werden kann. Des Weiteren scheinen die Banken – zumindest die Institute aus Deutschland – derzeit keine finanziellen Schwierigkeiten zu haben. Sie stehen also nicht unter Zugzwang und müssen keine Vermögenswerte losschlagen. Im Übrigen stellt die private Baufinanzierung eher einen Nebenbereich dar. Wollte sich z.B. die Deutsche Bank ihre Liquidität verbessern wollen, hätte sie ganz andere Möglichkeiten.

Kann die Bank mein Darlehen einfach so verkaufen oder kündigen?

Zwischen Kündigung und Verkauf eines bestehenden Darlehens besteht ein sehr großer Unterschied. Eine Kündigung würde bedeuten, dass das Vertragsverhältnis zwischen Darlehensnehmer und Darlehensgeber aufgelöst wird. Bei einem Verkauf bleibt das Vertragsverhältnis hingegen bestehen, lediglich der Vertragspartner des Darlehensnehmers würde sich ändern.

Angesichts der Tatsache, dass private Immobilienfinanzierungen vertraglich bis in das kleinste Detail geregelt sind, gestaltet sich für die Bank eine Kündigung ungemein schwierig. Sie kann das Vertragsverhältnis nicht einfach auflösen und z.B. auf eine sofortige Rückzahlung des Restschuldbetrags bestehen. Damit es soweit kommt, müsste der Darlehensnehmer schwerwiegend gegen die vertraglichen Vereinbarungen verstoßen. Daher ist eine Kündigung so gut wie ausgeschlossen.

Anders verhält es sich mit dem möglichen Verkauf von Darlehenspaketen. Die Banken verkaufen ihre Darlehen meist gebündelt, d.h. meist sind tausende Kunden auf einmal betroffen. Ein solcher Verkauf lässt sich natürlich nicht ausschließen, zumal er auch nicht verboten ist. Allerdings sei gesagt, dass er sehr unwahrscheinlich ist. Für eine Bank bliebe dies nicht ohne Folgen, ihr Ruf wäre danach schwer angekratzt.

Im Übrigen würde dem Darlehensnehmer bei einem Verkauf nichts passieren. Die vertraglichen Bedingungen gelten weiterhin. Im Grunde ändert sich nur eine Sache: Die Darlehensraten sind fortan an ein anderes Geldinstitut zu entrichten. Doch keine Angst, wie nun schon mehrfach verdeutlicht wurde, ist solch ein Fall ungemein unwahrscheinlich. Zumal es mittlerweile schon Banken gibt, die ihren Kunden im Vertrag zusichern, dass ein Verkauf ausgeschlossen ist.

 

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