Zahnersatz war schon immer teuer. Doch seit Beginn dieses Jahres ist er noch teurer geworden. Grund ist das Inkrafttreten der neuen privaten Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). Sie hat zur Folge, dass Zahnärzte künftig noch höhere Beträge abrechnen. Vor allem beim hochwertigen Zahnersatz, beispielsweise per Inlay oder Implantat, wurden die Gebühren spürbar erhöht. Wie die Stiftung Warentest in der Onlineausgabe ihres Magazins „Test“ mitgeteilt hat, werden Kronen um 50 oder gar 75 Euro teurer, bei anderem Zahnersatz ist sogar mit höheren Kosten zu rechnen.

Unglücklicherweise leisten die Krankenkassen nur einen vergleichsweise kleinen Zuschuss. Für Kassenmitglieder, die sich entsprechend zahnärztlich behandeln lassen, bedeutet dies, fortan noch tiefer in die eigene Tasche greifen zu müssen. Bei Kosten von 3.000 Euro für ein Implantat, übernimmt die gesetzliche Kasse gerade einmal 387 Euro. Somit wird der medizinische Eingriff für den Patienten richtig teuer.

Klar im Vorteil befinden sich diejenigen, die eine private Krankenversicherung abgeschlossen haben. Je nach gewähltem Tarif greift eine deutlich bessere Absicherung, bei welcher nahezu die vollständigen Kosten vom Versicherer übernommen werden. Aufgrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen hat aber nicht jedermann die Möglichkeit, von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung zu wechseln.

Mit einer Krankenzusatzversicherung verbessern Kassenpatienten ihre finanzielle Absicherung. Auf diesem Weg ist es möglich, nicht nur einen kleinen Zuschuss zu erhalten, sondern den Großteil der Kosten auf den Versicherer umzulegen. Voraussetzung ist lediglich eine Zusatzversicherung, die rechtzeitig abgeschlossen wurde und außerdem eine entsprechende Absicherung bietet.

Gerade im Hinblick auf das Thema Zahnersatz sollte die Tarifwahl sehr gezielt erfolgen. Je nach Versicherer existieren sehr deutliche Unterschiede. Wer gut vergleicht und den passenden Tarif wählt, muss nach einer zahnärztlichen Behandlung nur vergleichsweise wenig Geld aus eigener Tasche beisteuern.


 

Diese Meldung weiterempfehlen

 Share  Share  Share  Share