Allgemein gelten die Banken und Kreditinstitute in Deutschland als relativ bodenständig, wenn es um die Finanzierung eines Bauprojektes geht. An dieser Stelle des Privatkunden-Geschäftes setzen die Bankgesellschaften eher auf Sicherheit als auf ein zu hohes Risiko. Aus diesem Grund gelten im Bereich der Baufinanzierung auch relativ enge Rahmenbedingungen, anhand derer ein Darlehen genehmigt werden kann. Abweichungen von dieser Norm sind in der Regel eher unüblich.

Allerdings scheinen die gesellschaftlichen Veränderungen und ein wachsender Konkurrenzdruck inzwischen auch bei den Banken angekommen zu sein. Speziell im Bereich der Baufinanzierung gehen die Kreditinstitute zunehmend dazu über, mit einer größeren Zahl unterschiedlicher Angebote Kunden anzulocken. Dabei ist auch das Interesse der Banken an Kunden gewachsen, deren Finanzierungswünsche früher eher mit einem Lächeln zur Kenntnis genommen wurden. Zu diesem Personenkreis zählen etwa Familien mit Kindern, die jetzt auch auf besondere Baukredite hoffen dürfen. Mit Hilfe einer „Familienhypothek“ ist es sogar möglich, einige besondere Konditionen geltend zu machen. Hier wirkt sich die Anzahl des kindergeldberechtigten Nachwuchses auf die Höhe der Zinsen aus.

Mit jedem Kind bewegt sich der Kreditzins ein Stück nach unten. Daneben lässt sich mit Hilfe eines Kombi-Darlehens die Baufinanzierung variabel tilgen, da hier ein Teil der Kreditsumme als flexibles Darlehen aufgenommen werden kann und zu günstigen Konditionen rückzahlbar ist. Mit Hilfe der Sondertilgungsoption ist es möglich, den variablen Teil der Baufinanzierung komplett zu tilgen. Wer nach dem Ablauf der ersten Zinsfestschreibungsphase schuldenfrei in den eigenen vier Wänden wohnen möchte, sollte sich für ein Volltilger-Darlehen entscheiden. Hierbei werden die Rahmenbedingungen der Baufinanzierung so ausgestaltet, dass nach 10 oder 15 Jahren die gesamte Darlehenssumme bereits zurückgezahlt wurde.

 

Diese Meldung weiterempfehlen

 Share  Share  Share  Share