Auf dem amerikanischen Kontinent ziehen langsam über dem bereits arg gebeutelten Immobilienmarkt erneut dunkle Wolken auf, die im Jahr 2009 zu einer neuen Krise und einer weiteren Verschärfung der Situation für viele Hausbesitzer führen können. Zwar hatte es in den letzten Monaten eher den Anschein, als ob es langsam etwas ruhiger in den USA werden würde und sich die Wogen allmählich glätten könnten, aber ein Teil der jetzigen Hausbesitzer, deren Eigenheime noch nicht von einer Zwangsvollstreckung betroffen sind, blickt in eine düstere Zukunft. Gerade die Inhaber von Baufinanzierungen mit einer variablen Tilgungsrate sind hier besonders gefährdet, denn im nächsten Jahr werden die Rückzahlungsbedingungen an die momentane Marktsituation angepasst.

Die anfänglich sehr günstigen Kreditangebote dürften sich also in absehbarer Zeit merklich verteuern, was sicher einen großen Teil der Kreditnehmer in ernsthafte Schwierigkeiten bringen wird. Denn zusätzlich zu einem Hypothekendarlehen laufen in der Regel noch andere Kredite parallel, die ebenfalls bedient werden müssten, was in vielen Fällen den finanziellen Rahmen der Finanzierungskunden übersteigt. Natürlich stellt sich an dieser Stelle die Frage, warum überhaupt durch einen Verbraucher ein solches Risiko eingegangen wird? Hintergrund ist vermutlich der Wunsch gewesen, die einmal erworbene Immobilie nach 2 oder 3 Jahren zu einem höheren Preis wieder zu verkaufen und eine günstige Refinanzierung zu finden.

Leider hat die Subprime-Krise hier einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Selbst wenn einzelne Immobilien heute noch einen Käufer finden, ist der Wert inzwischen massiv gesunken. Und mit diesem Kapital kann das Darlehen nur zum Teil getilgt werden. Somit ergibt sich für den amerikanischen Immobilienmarkt auch für die nächsten Monate eine eher schlechte Prognose, denn bereits jetzt geraten die Kreditnehmer zusehends unter Druck und können die bestehenden Darlehen nicht mehr finanzieren. Nach der Anpassung dürfte sich diese Situation nur noch weiter verschärfen.


 

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