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Die Förderdarlehen der KfW Bank erfreuen sich sowohl bei Bauherren als auch Käufern einer großen Beliebtheit. In Anbetracht der gebotenen Konditionen ist dies nicht überraschend, zumal einige Programme leicht zugänglich sind. Dies trifft insbesondere für das KfW Wohneigentumsprogramm zu, das nahezu allen angehenden Eigenheimbesitzern zur Verfügung steht.

Ein Blick auf die Änderungen

Vor einigen Tagen gab die KfW Bank eine Anpassung des Wohneigentumsprogramms bekannt. Gleich zwei Bestandteile des beliebten Förderdarlehens wurden geändert, nämlich die maximale Laufzeit sowie die Anzahl der tilgungsfreien Anlaufjahr.

Laufzeit: Bislang war es möglich, das Darlehen über einen Zeitraum von maximal 35 Jahren zurückzuzahlen. Für neue Darlehen gilt, dass die Rückzahlung schneller erfolgen muss, nämlich innerhalb von maximal 25 Jahren.

Tilgungsfreie Zeit: Es bestand die Möglichkeit, die Tilgung in der Anfangszeit bis zu fünf Jahre lang auszusetzen. Dieser Zeitraum wurde auf drei Jahre verkürzt.

Verärgerung einiger Leute

Die Änderungen am Wohneigentumsprogramm der KfW sind überschaubar. Allerdings ernten sie keinesfalls Zuspruch. Auf einer großen Nachrichten-Website, die über die Programmanpassungen berichtete, erschienen überraschend viele negative Kommentare.

Gleich mehrere Kommentarschreiber echauffieren sich über diese Maßnahme, weil sie darin einen Versuch sehen, „einfachen Menschen“ die Chance auf ein Eigenheim zu nehmen. Als Begründung verweisen sie auf den Anstieg der Darlehensraten. Weil die maximale Gesamtlaufzeit des Programms verkürzt wurde, hat dies einen Anstieg der Tilgung zur Folge, der wiederum eine höhere Darlehensrate nach sich zieht.

Weshalb das Förderprogramm trotzdem eine gute Wahl bleibt

Die negativen Kommentare sind jedoch unberechtigt. Bei genauerem Hinsehen wird schnell deutlich, dass sie von Personen stammen, die sich mit dem Thema Baufinanzierung nicht besonders gut auskennen.

Die verkürzte Programmlaufzeit stellt überhaupt kein Problem dar. Im Gegenteil: Wer ein Immobiliendarlehen 35 Jahre lang zurückzahlen möchte, geht damit ein Risiko ein. Viele Bauherren und Käufer wären dann bereits schon im Ruhestand. Dabei ist es von Vorteil, mit einem abbezahlten Eigenheim in den Ruhestand zu wechseln. Wer z.B. mit Anfang 40 baut, sollte eine schnellere Rückzahlung anstreben – genau genommen sind die möglichen 25 Jahre dann genau richtig.

Im Übrigen ist die eigentliche Zinsbindung ohnehin viel kürzer bemessen. Hier besteht die Möglichkeit, zwischen fünf und zehn Jahren zu wählen. Am Ende der Zinsbindung werden die Konditionen neu verhandelt bzw. an die Marktzinsen angepasst. Damit geht dann im Übrigen die Chance einher, eine Umschuldung vorzunehmen, sprich über den Restschuldbetrag ein neues Darlehen bei einer anderen Bank vorzunehmen. Theoretisch sind dann wieder längere Laufzeiten möglich.

Dass die tilgungsfreie Anlaufzeit verkürzt wurde, ist ebenfalls nicht schlimm. Die Mehrheit der Darlehensnehmer wählt ohnehin keine fünf freien Jahre – und das aus gutem Grund. Wer fünf Jahre lang keine Tilgung leistet, trägt auch den Restschuldbetrag nicht ab. Doch genau darum geht es am Ende: Nur so kann es gelingen, eines Tages keine finanziellen Verbindlichkeiten mehr zu haben. Außerdem führt eine rückläufige Restschuld zu einer niedrigen Zinsbelastung.

Fazit

Schlussendlich stellen die Anpassungen am KfW Wohneigentumsprogramm überhaupt kein Problem dar. Stattdessen wird sichergestellt, dass die Darlehensnehmer eine schnellere Rückzahlung anstreben und zugleich die Zinslast verringern. Langfristig gesehen eröffnet sich die Chance, bares Geld zu sparen.

Viel wichtiger ist übrigens die Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, dieses Förderdarlehen in Anspruch zu nehmen. Der Zinsunterschied zu konventionellen Darlehen ist nicht immer groß. Am Ende kommt es ganz auf die augenblickliche Zinssituation ab. Unter Umständen lohnt sich die Einbindung gar nicht, weil andere Immobiliendarlehen ohnehin günstiger sind.

Wer mehr hierüber erfahren möchte, nimmt einfach Kontakt mit uns auf. Unsere unabhängigen Berater prüfen gerne, welche einzelnen Fördermittel zur Verfügung stehen und ob deren Einbindung Sinn macht. Dies gilt übrigens nicht nur für KfW Förderungen, sondern z.B. auch für Landesfördermittel. Die Beratung ist selbstverständlich kostenlos und unverbindlich, d.h. am Ende entscheidet jeder Interessent selbst, ob und wo er finanzieren möchte.

 

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