Das Recht, im Rahmen der Darlehensrückzahlung auch Sondertilgungen leisten zu dürfen, ist heutzutage als Standard zu betrachten. Die meisten Immobiliendarlehen sind inzwischen mit einer entsprechenden Option ausgestattet. Für die Darlehensnehmer stellt dies einen großen Vorteil dar: Wer Sondertilgungen leistet, kann die Rückzahlung des Darlehens deutlich beschleunigen und zugleich die Zinslast spürbar verringern. So gesehen ist es immer gut, diese Möglichkeit zu nutzen.

Allerdings muss man sich erst einmal in der Lage befinden, Sondertilgungen zu leisten. Die meisten Banken setzen einen Mindestbetrag fest, der je nach Bank bei ca. 1.500 Euro liegt. Die Obergrenze beläuft sich auf 5 bis 10 Prozent der ursprünglichen Darlehenssumme. Der Großteil der Darlehensnehmer leistet die außerplanmäßige Tilgung jedoch nicht, was unterschiedliche Gründe hat. Manchmal fehlt den Haushalten das Geld, manchmal soll dieses für andere Dinge, beispeilsweise für Urlaub, aufgewendet werden.

Die Nutzung der Option gilt dennoch als äußerst empfehlenswert. Rober Haselsteiner, Vorstand des Baugeldvermittlers Interhyp, hat erst vor wenigen Tagen über die Auswirkungen der Sondertilgung informiert. Besonders wenn die Sondertilgung schon relativ frühzeitig erbracht wird, sind die Auswirkungen groß: Die Zinslast des Darlehens verringert sich maßgeblich, wodurch der Tilgungsanteil spürbar ansteigt. Wer bei einem 200.000 Euro Darlehen zur Hälfte der Laufzeit eine Sondertilgung in Höhe von 10.000 Euro leistet, kann die Zinsbelastung um mehr als 12.000 Euro verringern und gleichzeitig die Gesamtlaufzeit der Finanzierung um 3,5 Jahre verkürzen.

Diese Zahlen machen eines deutlich: Wenn die Möglichkeit besteht, Sondertilgungen bei der Baufinanzierung zu erbringen, sollte man sie auch nutzen. Der finanzielle Vorteil, der daraus entsteht, spricht zweifelsfrei für sich.


 

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