immobilie

Es ist schon lange nicht mehr so, dass Objekte aus Zwangsversteigerungen vor allem bei professionellen Immobilieninvestoren hoch im Kurs stehen. Zunehmend mehr Privatpersonen erkennen die Chance, ein Eigenheim günstig zu erwerben. Als Folge hat die Anzahl der privaten Mietbieter und insbesondere auch Versteigerungsgewinner in den vergangenen Jahren zugenommen.

Doch nicht immer sind die privaten Bieter gut vorbereitet. Ein Thema, das häufig nur am Rande betrachtet wird, ist die Immobilienfinanzierung. Häufig wird vermutet, dass eine Finanzierungszusage leicht erhältlich sei. Allerdings ist dies ein Trugschluss, denn besonders bei Immobilien aus Zwangsversteigerungen sehen die Banken ganz genau hin. Zumal erschwerend hinzu kommt, dass beim Berechnen der Beleihung im Regelfall nicht der Marktwert, sondern der Auktionspreis herangezogen wird. Dementsprechend sind die Banken nicht immer dazu bereit, die Kapitalbeträge zur Verfügung zu stellen, die Auktionsgewinner anfragen.

An die Kosten denken

Gebäude, die per Zwangsversteigerung standen wurden, befinden sich oftmals in keinem vorbildlichen Zustand. Für die Eigentümer bedeutet dies, investieren zu müssen. Hierdurch wird der Zugang zu Fremdkapital zusätzlich erschwert. Längst nicht alle Banken finanzieren die Modernisierungskosten in voller Höhe mit, nicht selten drohen Abschläge in Höhe von 50 Prozent. In anderen Worten: Der Eigentümer muss die Hälfte der Modernisierungskosten selbst auwenden.

Dies ist jedoch leichter gesagt als getan. Sollten die erforderlichen Mittel nicht zur Verfügung stehen, kann sich die günstig erstandene Immobilie rasch zu einem ernsthaften Problemfall entwickeln. Damit es nicht soweit kommt, ist es umso wichtiger, den gesamten Kapitalbedarf des Vorhabens rechtzeitig zu ermitteln. Anschließend wird geprüft, ob das geplante Vorhaben darstellbar ist bzw. ob sich eine Bank dazu bereit erklärt, ein Immobiliendarlehen zu vergessen.


 

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