Die Miete verkörpert einen Kostenfaktor, der nicht zu unterschätzen ist. In ganz vielen Privathaushalten ist es so, dass die Miete einen beachtlichen Teil des Einkommens verzehrt. Etliche Familien müssen jeden Monat stolze Beträge für die Miete aufwenden. Da wäre es manchmal schon ganz praktisch, würde man im Eigenheim wohnen: Die ähnlich hohe Kosten bleiben zwar in der Anfangszeit, aber dafür zahlt man seine eigene Immobilie ab.

Allerdings kommen nur vergleichsweise wenige Mieter auf die Idee, ihre Möglichkeiten zu überprüfen. Häufig wird angenommen, dass es schlichtweg nicht möglich sei, in ein Eigenheim zu ziehen, ohne dass die finanzielle Belastung steigt. Dies stimmt jedoch nicht: Wie der Baugeldvermittler Interhyp in der vergangenen Woche mitgeteilt hat, ist es durchaus möglich, vom Mietobjekt in das Eigenheim zu ziehen, ohne dass eine finanzielle Mehrbelastung entsteht.

Grund sind die derzeit niedrigen Hypothekenzinsen: Das Spektrum der Nominal-Zinssätze für private Immobiliendarlehen liegt zwischen ungefähr 3,8 und 4,9 Prozent. Bei diesen vergleichsweise niedrigen Zinssätzen ist es möglich, ganze Immobilien zu finanzieren, ohne dass die Darlehensrate die frühere Miete übersteigt. Wer bisher 1.000 Euro an monatlicher Kaltmiete bezahlt, könnte ein Immobiliendarlehen in Höhe von 235.000 Euro aufnehmen, ohne dass eine Mehrbelastung entsteht.

Was den Bedarf an Eigenkapital betrifft, so muss dieser gar nicht so hoch bemessen sein: Schon mit relativ wenig Eigenkapital kann Wohneigentum erlangt werden. Wichtig ist allerdings die Wahl einer langen Zinsbindung: Zwar führen kurze Zinsbindung zu attraktiven Zinssätzen, jedoch gilt es als ratsam, die aktuell niedrigen Zinsen für lange Zeit festzuschreiben, indem 15- oder 20-jährige Zinsbindungen gewählt werden.


 

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