Zur Streitschlichtung zwischen Verbrauchern und der Versicherung arbeitet seit nun zehn Jahren der Ombudsmann der privaten Krankenversicherung. Alle, die eine Auseinandersetzung mit ihrer privaten Krankenversicherung haben, können sich vertrauensvoll an den PKV-Ombudsmann wenden. Sein Job ist es zu versuchen, eine einvernehmliche, außergerichtliche Lösung im Sinne beider Parteien zu finden. Er geht ihm also um Streitschlichtung statt richterlicher Entscheidung. „Mein wichtigstes Ziel ist es, faire und tragfähige Lösungen für alle Seiten zu erreichen“, so der PKV-Ombudsmann Dr. h.c. Klaus Theo Schröder.
Knapp 6.000 Beschwerden musste der Ombudsmann im letzten Jahr bearbeiten. Die Anzahl der Eingaben erhöht sich jedes Jahr, wodurch die Notwendigkeit der Arbeit dieser Schlichtungsstelle bestätigt wird. Trotzdem sollte hinzugefügt werden, dass bei fast 30 Millionen PKV-Verträgen, was die Summe aller Voll- und Zusatzversicherung ist, und 10 Millionen Pflegeversicherungsverträge die Beschwerdequote bei 0,015 Prozent liegt und damit sehr gering ist.

Die Ombudsstelle ist im Oktober 2001 von den deutschen privaten Krankenversicherern ins Leben gerufen worden, um Versicherten kostenfrei die Schlichtung von Streitigkeiten mit ihrer Versicherung ohne Einschaltung des Gerichts zu ermöglichen. Neben der juristischen Komponente ist bei dieser Aufgabe auch sehr oft Fingerspitzengefühl notwendig, so der Ombudsmann. Die Mehrheit der Beschwerden ist berechtigt und dank des Ombudsmannes wird auch oft eine gute Lösung gefunden.
Der PKV-Ombudsmann ist speziell für die private Krankenversicherung zuständig. Haben Versicherte in einem anderen Bereich Meinungsverschiedenheiten mit ihrer Versicherung, sollten sie sich mit dem Versicherungsombudsmann in Kontakt setzen. Eine neue Schlichtungsstelle ist nun auch für Banken, für Investmentfonds und sogar in der Energiewirtschaft geschaffen worden, um den Verbrauchern besser helfen zu können.


 

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