Vorbei sind die Zeiten, in denen Senioren von ihren Angehörigen gepflegt wurden. Zunehmend häufiger sind ältere Menschen auf sich alleine gestellt, was jedoch längst nicht immer funktioniert. Oft besteht Pflegebedarf, sodass beispielsweise eine ambulante Betreuung durch Pflegedienste erfolgt. Die hiermit verbundenen Kosten liegen jedoch hoch, weshalb viele Senioren sowie deren Angehörige mit finanziellen Problemen zu kämpfen haben.

Die private Pflegeversicherung verspricht Abhilfe, weil im Bedarfsfall eine finanzielle Unterstützung durch den Versicherer erfolgt. Entsprechende Policen werden als Risikoversicherungen angeboten, d.h. weder Versicherer noch Versicherungsnehmer wissen im Vorfeld, ob der Versicherungsfall eintritt. Im Optimalfall besteht kein Bedarf, wodurch auch keine Kosten entstehen. Als Folge kann der Schutz günstig angeboten werden.

Zumal die Absicherung seit rund zwei Jahren staatlich gefördert wird. Gemeint ist die so genannte Pflege-Bahr Förderung. Wer eine qualifizierte Versicherung abschließt, erhält einen Zuschuss vom Staat, wodurch sich die finanzielle Belastung verringert. Entsprechende Policen sind relativ preiswert erhältlich und versprechen eine solide Absicherung.

Doch nicht bei allen Parteien kommt dieses Konzept gut an, insbesondere „Die Linke“ macht sich gegen die Förderung stark. Als Folge wird es in der nächsten Woche zu einer Anhörung vor dem Gesundheitsschutz des Bundestags kommen. Die Mitglieder des Ausschusses werden sich mit der bisherigen Entwicklung der Förderung beschäftigen, um daraufhin beurteilen zu können, welchen Nutzen der Pflege-Bahr verspricht.

Im schlimmsten Fall würde ein Ende der Förderung drohen. Wir glauben jedoch nicht, dass es soweit kommt. Immerhin ist das Förderkonzept äußerst sinnvoll und die Nachfrage am Markt ist größer als je zuvor. Die Regierung dürfte sich daher kaum umstimmen lassen.


 

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