Seit einigen Tagen wird in Finanzblogs vermehrt über die Absetzbarkeit von PKV-Beiträgen diskutiert. In den meisten Beiträgen geht es vorrangig um die Wahl des Tarifs, um einen möglichst hohen steuerlichen Nutzen zu erzielen. Doch um die Beiträge steuerlich geltend machen zu können, muss man natürlich erst einmal wissen, wie genau das funktionieren soll.

Im ersten Schritt muss geprüft werden, ob ein gezieltes Einreichen der Unterlagen beim Finanzamt überhaupt erforderlich ist. Arbeitnehmer, die sich in der gesetzlichen Krankenversicherung befinden, genießen den Steuervorteil manchmal sofort: Die Sonderausgaben werden direkt bei der Ermittlung des Nettoeinkommens berücksichtigt. Es gibt Arbeitgeber, die sich mit den Finanzämtern abgesprochen haben und daher ebenfalls eine solche Berücksichtigung vornehmen. Somit profitiert der Arbeitnehmer von einem unmittelbaren Abzug des Beitrags, der wiederum zum höheren Nettoeinkommen führt.

Die Arbeitgeber verfahren jedoch nicht immer auf diese Weise, weshalb sich Arbeitnehmer ggf. selbst mit dem Finanzamt in Verbindung setzen müssen. Dasselbe gilt für Selbständige, die ohnehin eine Steuererklärung einreichen müssen. In solch einem Fall gilt es die Sonderausgaben direkt in den Steuerformularen anzugeben. Wichtig dabei: Es muss der richtige Betrag genannt werden und zugleich gilt es Nachweise zu liefern.

Im Wesentlichen werden zwei Arten von Dokumenten benötigt. Da wäre zunächst ein Schreiben des Versicherers, auf dem hervorgeht, auf welche Höhe sich der absetzbare Betrag beläuft. Schließlich kann nur ein Teil der tatsächlich anfallenden Beiträge steuerlich geltend gemacht werden. Die meisten Versicherer versenden dieses Dokument sogar automatisch. Falls man es nicht besitzt, sollte man es unbedingt anfordern. Des Weiteren gilt es Kontoauszüge beizulegen, aus denen hervorgeht, dass die PKV-Beiträge auch tatsächlich entrichtet worden sind.


 

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