Wer in der privaten Krankenversicherung versichert ist, kennt das Dilemma: Mit steigendem Lebensalter erhöhen sich auch die Belastungen durch die Beiträge enorm. Grund für den Anstieg der Prämien ist das risikobasierte Beitragsmodell der privaten Assekuranzen. Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung erheben die Versicherer die Prämien nicht in Abhängigkeit des Einkommens ihrer Versicherten. Vielmehr geben personenbezogene Merkmale den Ausschlag für die Kosten. Das Lebensalter spielt dabei eine besondere Rolle: Aus Sicht der Versicherung steigt mit dem Alter auch das Kostenrisiko.

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass ein Teil der Prämien in eine Kapitaldeckung eingezahlt werden muss, um den Beitragsanstieg im Alter zumindest teilweise abzumildern. Je später Versicherte aber in die PKV eintreten, desto weniger können sie von der Kapitaldeckung profitieren, da die Dauer de Einzahlungen schlicht zu gering ist. Einige Anbieter ermöglichen ihren Kunden deshalb, eine zusätzliche Deckung durchzuführen, indem die Beiträge aufgestockt werden. Dieses Modell aber ist aus Sicht von Experten kaum empfehlenswert. Die Kapitaldeckung kann beim Wechsel der Assekuranz unter Umständen nicht nach Belieben übertragen werden und die Rendite, die mit der Kapitaldeckung erzielt wird, fällt meist sehr gering aus.

Besser ist nach Einschätzung von Finanzberatern das Ansparen eines eigenen Kapitalstocks über ein simples Sparkonto bei einer Bank. Hier sollten spätestens ab dem 40. Lebensjahr laufend Einzahlungen erfolgen, die sich im Laufe der Zeit zu einem beträchtlichen Kapitalstock summieren und im fortgeschrittenen Lebensalter dazu dienen können, den Anstieg der Prämien abzufangen. Als Faustformel gilt dabei, dass ein Drittel der Beiträge über einen Zeitraum von 20 Jahren durch die Mittel des Kontos gedeckt werden sollten.


 

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