Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen – dieses Problem wird bereits seit geraumer Zeit in der Politik und den Medien diskutiert. Maßnahmen dagegen ließen allerdings häufig auf sich warten. Eine Teuerung der alkoholischen Getränke durch die steuerliche Mehrbelastung hat lediglich zur Folge gehabt, dass die jugendlichen Konsumenten auf andere Getränke umgestiegen sind. Um die Prävention im Rahmen der Suchtvorbeugung zu stärken, hat die private Krankenversicherung ihre Bereitschaft erklärt, freiwillig Maßnahmen zu unterstützen.

Zu diesem Zweck sollen bereits im ersten Jahr 10 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Diese stattliche Summe wird allerdings nur dann bereitgestellt, wenn die PKV im Rahmen eines staatlichen Präventionsgesetztes nicht zweimal zur Kasse gebeten wird. Bestrebungen in diese Richtungen von Seiten des Gesundheitsministeriums sind erst vor wenigen Wochen gescheitert. Anlass zur Sorge um die Jugendlichen geben Zahlen welche eindeutig belegen, dass der Konsum von Alkohol unter der deutschen Jugend immer weiter steigt. Eine Facette dieser Entwicklung ist das bekannte Koma-Saufen, was häufig mit einem Aufenthalt im nächsten Krankenhaus endet.

Dabei handelt es sich bei der Droge Alkohol um ein Toxin, welches nachweislich den Körper schädigt und zu gravierenden Spätfolgen führen kann. Zusammen mit der Ankündigung wurde bereits die beabsichtigte Marschrichtung der Prävention erkennbar. Eine wesentliche Säule der Maßnahmen stellt die Aufklärungsarbeit bei den Jugendlichen dar. Ob sich bei dieser Zielgruppe allerdings auf diese Art und Weise schnelle Ergebnisse erzielen lassen, bleibt abzuwarten. Vielleicht würde auch ein Dialog innerhalb der gesamten Gesellschaft über das Problem Alkohol Fortschritte erzielen. Schließlich taucht der Missbrauch nicht nur unter Jugendlichen auf, sondern findet sich in jeder Alters- und Gesellschaftsschicht wieder.


 

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