Wer eine private Krankenversicherung mit niedrigem Monatsbeitrag wünscht, ist gut damit beraten, eine Selbstbeteiligung zu vereinbaren. Denn sobald man dazu bereit ist, im Krankheitsfall einen Teil der anfallenden Kosten grundsätzlich selbst zu tragen, werden die meisten PKV Tarife ein ganzes Stück günstiger.

Allerdings sollten Selbstbeteiligungen in der PKV nicht unterschätzt werden: Wenn Kosten anfallen, muss man sich auch in der Lage befinden, das erforderliche Geld aufwenden zu können. Genau das ist übrigens einer der Hauptgründe, weshalb Arbeitnehmer erst ab einer bestimmten Einkommenshöhe in die PKV wechseln dürfen: PKV-Versicherte müssen sich in der Lage befinden, Kosten im Vorfeld zu übernehmen. Das ist jedoch leichter gesagt als getan: Im Krankheitsfall hat so mancher Versicherungsnehmer seine Schwierigkeiten damit, das benötigte Geld vorzustrecken.

Aus diesem Grund gilt es als ratsam, es mit der Selbstbeteiligung nicht zu übertreiben. Es gibt Versicherer, bei denen Selbstbehalte von mehr als 2.400 Euro vereinbart werden können. Die Folge ist zwar ein sehr niedriger Monatsbeitrag, doch im Gegenzug wird es im Krankheitsfall richtig teuer. Dann gilt es erst einmal so viel Geld in der Hinterhand zu haben, um Arztrechnungen begleichen oder Medikamente bezahlen zu können.
Ganz auf eine Selbstbeteiligung zu verzichten ist jedoch auch nicht gerade die beste Entscheidung. Der Großteil der Versicherungsnehmer ist gut damit beraten, den Mittelweg zu wählen und sich für einen PKV Tarif mit überschaubarer Selbstbeteiligung zu entscheiden. Übrigens spielt auch der Gesundheitszustand eine wichtige Rolle: Je seltener man krank ist, desto eher bietet sich die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung an.


 

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