Wenn es um den Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung geht, haben es die meisten Leute ziemlich eilig. Grund ist die Kostenersparnis, die sie durch den Wechsel erzielen können: Der Wechsel bringt für sie den Vorteil mit sich, von einem niedrigeren Beitrag profitieren zu können. Oftmals haben sie es wegen der Ersparnis so eilig, dass kein umfassender Versicherungsvergleich durchgeführt wird, welcher jedoch sehr wichtig ist.

Sollte sich später herausstellen, dass man sich für den falschen bzw. für einen weniger geeigneten Versicherungsanbieter entschieden hat, bietet sich die Möglichkeit eines Wechsels. Gemeint ist der Wechsel zu einem anderen Versicherer oder auch ein interner Tarifwechsel, um sich dort günstiger versichern und ggf. auch andere Leistungen in Anspruch nehmen zu können. Dieser Wechsel kann jedoch zu Beitrags- oder Risikozuschlägen führen.

Eines der besten Beispiele für einen solchen Zuschlag findet man bei der Allianz. Diese räumt ihren Bestandskunden die Möglichkeit ein, in einen neuen Tarif zu wechseln. Allerdings ist der Wechsel an einen Zuschlag in Höhe von 20 Prozent gekoppelt, welcher vom Versicherer dadurch begründet wird, dass der Tarif auf eine ganz andere Art und Weise kalkuliert wird. Es kam sogar zu einem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Frankfurt, welches der Versicherer für sich entscheiden konnte: Die Erhebung des Zuschlags ist rechtens.

Letztendlich gibt es viele weitere Beispiele, die eindrucksvoll aufzeigen, dass ein Tarifwechsel an hohe Zusatzkosten gekoppelt sein kann. Daher ist es umso wichtiger, sich anfangs genau mit der Materie zu beschäftigen, um gleich einen guten Tarif auszuwählen.


 

Diese Meldung weiterempfehlen

 Share  Share  Share  Share