Ein Bericht des „Handelsblatt“ sorgte in der vergangenen Woche bei den Versicherungsnehmern der privaten Krankenversicherung nicht unbedingt für gute Laune. Wie die Wirtschaftszeitung in Erfahrung gebracht haben will, zielt ein großer Teil der PKV Anbieter darauf ab, die Versicherungsbeiträge im kommenden Jahr zu erhöhen. Demnach könnte schon bald der Fall eintreten, dass höhere Beiträge entrichtet werden müssen.

Eine solche Erhöhung erfolgt logischerweise nicht grundlos. Vor allem die gestiegenen Kosten im Gesundheitssystem bringen die Versicherer dazu, über Beitragserhöhungen nachzudenken. Wie der PKV-Verband bereits vor einer Weile mitteilte, seien die Gesundheitskosten im vergangenen Jahr um 5,9 Prozent gestiegen. Besonders stark fällt der Kostenanstieg im Bereich der ambulanten Behandlungen aus, der sich auf fast 7 Prozent beläuft.

Trotz dieser wenig erfreulichen Nachricht sollte man sich als PKV Mitglied nicht verunsichern lassen. Auch die gesetzlichen Kassen bzw. die Krankenkassen sehen sich von Zeit zu Zeit dazu gezwungen, ihre Beiträge an die jeweiligen Marktbedingungen anzupassen. Außerdem ist es längst nicht so, dass die Beiträge bedeutend teurer werden – bisher haben sich die Erhöhungen bei so gut wie allen Versicherern stets in Grenzen gehalten und dürften daher auch in Zukunft zu verkraften sein.

Außerdem sind die meisten PKV Mitglieder auch nach der bevorstehenden Beitragserhöhung (sofern sie denn kommt) immer noch ein ganzes Stück günstiger als in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert. Daher sollte man sich keine zu großen Sorgen machen oder sich ärgern. Zudem der Versicherungsschutz nicht außer Acht gelassen werden darf: Auch was die gebotenen Leistungen betrifft, so bekommt man im Rahmen der PKV mehr geboten.


 

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