Zahlreiche Tarife innerhalb der privaten Krankenversicherung beinhalten eine sogenannte Beitragsrückerstattungsklausel. Versicherungsnehmer, die einen solchen Tarif gewählt haben, können unter Umständen in den Genuss einer Teilrückerstattung ihrer geleisteten Versicherungsbeiträge geraten. Ob eine solche Erstattung erfolgt, hängt ganz davon ab, welche Leistungen des Versicherers in Anspruch genommen wurden und wie das Geschäftsjahr für den Versicherer lief. Mehrere tausend Versicherungsnehmer haben in den letzten Wochen entsprechende Rückerstattungszahlungen erhalten und können somit einen Betrag in Höhe von mehreren hundert Euro auf ihrem Konto verzeichnen.

Häufig kommt es vor, dass die PKV-Versicherten nicht lange überlegen müssen, wie sie das Geld einsetzen könnten – häufig ist es innerhalb kürzester Zeit ausgegeben. Allerdings wäre es auch möglich, die Erstattungszahlung bewusst auf die Seite zu legen, um somit ein finanzielles Polster für relevante Zahlungen zu schaffen. So haben sich zum Beispiel viele PKV-Versicherte für Tarife mit Selbstbehalt entschieden. Wenn sie medizinische Leistungen in Anspruch nehmen, müssen sie zwangsläufig einen Teil der Kosten selbst tragen. Eine gesparte Rückerstattung stellt sicher, dass die Haushaltskasse in solch einem Fall nicht zusätzlich belastet wird.

Außerdem kann die Beitragsrückerstattung auch eingesetzt werden, um die nächste Erstattung zu sichern. Nur weil man die Beitragsrückerstattung nicht gefährden möchte, muss auf Arztbesuche nicht verzichtet werden. Bei kleineren Behandlungen sind die Kosten nicht unbedingt hoch bemessen, sodass ein Teil der gesparten Rückerstattung aufgewendet werden kann, um diese Kosten abzufedern. Weil die Leistungen des Versicherers nicht in Anspruch genommen werden, bleibt so weiterhin sichergestellt, dass auch im nächsten Jahr eine Beitragsrückerstattung erfolgen kann.


 

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