Lediglich 10 Prozent der Bürger verfügen über eine private Krankenversicherung – der Großteil der Bevölkerung ist gesetzlich versichert. Schon viele Leute haben sich die Frage gestellt, weshalb diese ungleichmäßige Verteilung existiert. Immerhin ist es so, dass die private Krankenversicherung günstiger sein kann und außerdem mehr zu bieten hat. Jedoch ist diese Frage im Grunde genommen ganz einfach zu beantworten: Um von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln zu können, muss man über ein solides Einkommen verfügen.

Gemeint ist die sogenannte Versicherungspflichtgrenze. Sie bezeichnet eine Einkommensgrenze, die überschritten sein muss, damit ein Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung überhaupt zulässig ist. Hierbei handelt es sich übrigens um eine gesetzliche Vorschrift, weshalb die Versicherer keine Ausnahmen machen dürfen. Wobei angemerkt werden muss, dass die Versicherungspflichtgrenze ausschließlich für Arbeitnehmer gilt. Gewerbetreibende und Selbständige müssen keinen Einkommensnachweis erbringen, um in die private Krankenversicherung wechseln zu können.

Im vergangenen Jahr lag die Versicherungspflichtgrenze noch bei 48.600 Euro. Dies ist das Jahresbruttoeinkommen, über welches man als Arbeitnehmer verfügen muss, damit ein Wechsel überhaupt möglich ist. Für das Jahr 2010 gilt eine neue Versicherungspflichtgrenze: Arbeitnehmer müssen fortan über ein jährliches Bruttoeinkommen von mindestens 49.950 Euro verfügen, damit sie dazu berechtigt sind, von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung zu wechseln.

Hinsichtlich dieses vergleichsweise hohen Werts wundert es nicht, dass nur ein relativ kleiner Teil der Bevölkerung über eine private Krankenversicherung verfügt. Jedoch hält es der Staat für erforderlich, eine solch hohe Versicherungspflichtgrenze anzusetzen, weshalb sich an dieser Verfahrensweise derzeit nichts ändern lässt.


 

Diese Meldung weiterempfehlen

 Share  Share  Share  Share