Bis einschließlich Dienstag können PKV Versicherte ihren Krankenversicherer wechseln – dann läuft die Frist ab, die im Jahr 2007 mit der Verabschiedung der Gesundheitsreform festgelegt wurde. Wer mit seiner privaten Krankenversicherung nicht zufrieden ist, sollte sich überlegen, ob ein Wechsel in Betracht kommt. Nachdem 30. Juni kann ein Wechsel nicht mehr erfolgen.

Ein Wechsel des PKV Anbieters kann durchaus interessant sein – auch wenn die Möglichkeit bisher von nur relativ wenigen Versicherungsnehmern tatsächlich genutzt wurde. Besonders wenn ein Versicherungsnehmer mit den Leistungen seines PKV Anbieters nicht zufrieden ist oder der Beitrag vergleichsweise hoch ausfällt, kann ein PKV Wechsel dazu beitragen, die Situation zu verbessern. Im Wesentlichen kommt es nur darauf an, dass es einem gelingt, einen besseren Anbieter zu finden. Ebenso muss errechnet werden, ob sich der Wechsel lohnt.

Das Problem besteht vorrangig darin, dass die gebildeten Altersrückstellungen nicht immer vollständig übertragen werden und zudem kein unmittelbarer Wechsel in einen besseren PKV Tarif möglich ist. Stattdessen müssen die PKV Wechsler vorübergehend im Basistarif verharren, dessen Versicherungsschutz mit dem Schutz der Gesetzlichen Krankenversicherung verglichen werden kann und zudem relativ kostspielig ist.

Aufgrund dieser Nachteile hält sich das Interesse der PKV Versicherten sehr stark in Grenzen. Wie bereits in der vergangenen Woche berichtet wurde haben selbst die größten PKV Anbieter so gut wie keine Wechsler zu vermelden – die Zahlen der Wechsler finden sich in einem zweistelligen Bereich wieder. In gewisser Hinsicht ist dies schade: Wenn jemand mit seinem Anbieter nicht zufrieden ist, kann ein Wechsel trotz der vorübergehenden Unannehmlichkeiten sehr erstrebenswert sein.


 

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