Das Thema Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung beherrscht zur Zeit die Schlagzeilen. Das liegt unter anderem daran, dass im November die Erhöhungen der Tarife von den Unternehmen bekannt gegeben wurden, weitere Ankündigungen werden wohl im Dezember folgen. Die Central Krankenversicherung aus Köln und die ARAG (Düsseldorf) haben dies bereits getan. Die teilweise erheblichen Tariferhöhungen sind Konsequenz aus den Billigtarif-Versuchen der letzten Jahre. Mit den Preissteigerungen um bis zu 40 Prozent wollen die Versicherer ihre Defizite wieder ausgleichen. Viele Versicherte denken deswegen darüber nach, den Versicherer zu wechseln. Aber Vorsicht: Auf diese Weise die Altersrücklagen verloren gehen.

Experten sind der Ansicht, dass die Altersrücklagen nach etwa fünf bis sieben Jahren ein Niveau erreicht haben, das einen Wechsel in eine andere Gesellschaft nicht mehr rechtfertigt. Daher empfehlen sie Versicherten, die schön länger in der PKV versichert sind, einen Wechsel innerhalb des Konzerns durchzuführen – schließlich können auch auf diese Weise die Prämien verringert und gleichzeitig die Rücklagen behalten werden. Von dieser Option wissen nur die wenigsten Versicherten, da sie meist hingehalten werden, um nicht in günstigere Tarife mit den gleichen Leistungen überzutreten. Die Erfahrung zeigt zudem, dass die Mehrheit der Kunden nach einem gewissen Zeitraum keine Muße zum Angebotsvergleich mehr hat und schließlich in ihren alten und teuren Tarifen versichert bleibt. Was u.U. auch an (vermeintlich) schwierigen Wechselbedingungen der jeweiligen Krankenversicherung liegen kann. Für Versicherte, die mit der Situation und dem Tarifwechselrecht überfordert sind, gibt es den Bund der Versicherten, der ebenso wie gute unabhängige Versicherungsvermittler bei Problemen rund um den Tarifwechsel unabhängig beraten kann.


 

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