Die private Altersvorsorge ist ein Themengebiet, das großes Interesse auf sich zieht. Zunehmend mehr Bürgern wird nämlich bewusst, dass sie sich auf die finanzielle Absicherung durch den Staat nicht verlassen können. Wer nicht auf privater Ebene vorsorgt, muss unter Umständen einen deutlichen Rückgang des Lebensstandards befürchten, weil sich das Einkommen nach erfolgtem Rentenbeginn spürbar verringert.

In der vergangenen Woche sorgte der Verbraucherzentrale Bundesverband für Schlagzeilen. Die Verbraucherschützer bemängelten die Beratungsqualität der einzelnen Anbieter. Eine eigens durchgeführte Untersuchung habe ergeben, dass die Beratung häufig nicht bedarfsgerecht erfolgt. Als Folge würden viele Bürger ungeeignete Finanzprodukte abschließen, sodass bei Renteneintritt womöglich Schwierigkeiten drohen bzw. die Rentenempfänger nicht das erhalten, was sie ursprünglich erwartet haben.

Wie mittlerweile bekannt wurde, darf die Untersuchung der Verbraucherschützer angezweifelt werden. Sie beruht nämlich ausschließlich auf der Auswertung von Verträgen, die von unzufriedenen Verbrauchern stammen und daher bei den Verbraucherschützern eingegangen waren. Experten aus der Versicherungsbranche verweisen auf die Tatsache, dass die Verträge von zufriedenen Kunden gar nicht berücksichtigt wurden.

Allerdings räumen die Experten ein, dass ein gewisses Risiko besteht. Fehlberatungen lassen sich nicht ausschließen – es gibt durchaus Berater, die nicht im Interesse ihrer Kunden handeln. Deshalb ist es für den Verbraucher umso wichtiger, sich selbst zu informieren oder alternativ auf eine Betreuung durch Experten zu setzen, die eine unabhängige Beratung anbieten. Eine neutrale Beratung stellt sicher, dass am Ende nur Lösungen empfohlen werden, die einen echten Nutzen bieten.


 

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