Bereits seit Jahren engagieren sich die Anbieter privater Krankenversicherung im Bereich der AIDS-Prävention. Es werden vor allem die großen Kampagnen unterstützt, die für Aufklärung sorgen und den meisten Bürgern bekannt sind. So wurde erst in der vergangenen Woche der bestehende Vertrag mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZga) und der Deutschen AIDS-Stiftung verlängert. Die Verlängerung der Partnerschaft gilt für die nächsten fünf Jahre. Hierdurch werden die Kampagnen jährlich mit Geldern in Höhe von 3,5 Mio. Euro gefördert. Insgesamt wurden der AIDS-Prävention somit 17,5 Mio. Euro für die kommenden Jahre zugesichert.

In den vergangenen Jahren konnten gute Ergebnisse erzielt werden: Bis zum Jahr 2007 war ein jährlicher Anstieg der Neuinfektionen festzustellen. Seither ist dieser Anstieg gestoppt bzw. ist die Anzahl der Neuinfektionen rückläufig. Damit sich der aktuelle Trend fortsetzt, wird weiterhin auf entsprechende Kampagnen gesetzt. Wie die Nachrichtenagentur APN mitteilte, nimmt Deutschland bei der AIDS-Prävention eine führende Rolle ein. Deutschland und Finnland können innerhalb Europas auf die niedrigste Rate an Neuinfektionen blicken.

Wie die Agentur ebenso mitteilt, lohnt sich das Engagement der Versicherer auch aus finanzieller Sicht: Eine Senkung der Neuinfektionen ist für die Anbieter privater Krankenversicherungen sowie auch die Krankenkassen von großem Vorteil. Grund sind die hohen Kosten, die AIDS-Behandlungen mit sich bringen. Die heutigen Therapien mögen zwar äußerst wirkungsvoll sein, allerdings gelten sie auch als sehr kostspielig. Die Kosten für eine einzelne Therapie belaufen sich auf gut eine halbe Mio. Euro pro erkrankter Person – bei solch hohen Kosten lohnt es sich zweifelsohne, einen jährlichen Betrag von 3,5 Mio. zur Förderung von Präventionsmaßnahmen zu spenden.


 

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