Zwar haben die Krankenkassen im vergangenen Jahr fast einen Milliardenüberschuss erzielt, aber dennoch geht es der gesetzlichen Krankenversicherung alles andere als gut. Genau betrachtet waren es nämlich nur wenige Kassen, die große Überschüsse erzielen konnten – etliche Träger der gesetzlichen Krankenversicherung hatten Verluste zu verbuchen.

Die Aussichten für dieses Jahr gelten als getrübt. Wie Doris Pfeiffer, die Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, vor wenigen Tagen mitteilte, rechnet die GKV mit einem Verlust in Höhe von etwa 15 Mrd. Euro. Hieran wird deutlich, dass die Krankenkassen vor einem großen Problem stehen: Die Kassen sind leer. Deshalb müssen Einsparungen vorgenommen werden – oder es drohen Beitragssteigerungen. Wären die Krankenkassen im vergangenen Jahr nicht durch den Gesundheitsfonds mit rund 16 Mrd. Euro gestützt worden, hätten die GKV-Beiträge theoretisch um 10 Prozent erhöht werden müssen.

Wer sich für die private Krankenversicherung entscheidet, kann in eine aussichtsvollere Zukunft blicken. Freilich sieht sich auch die PKV mit den Problemen des Gesundheitssystems konfrontiert, allerdings können die Versicherer auf volle Kassen blicken. Zwar sind die Ausgaben im vergangenen Jahr gestiegen, aber dafür konnten auch die Rücklagen erhöht werden. Deshalb können Privatversicherte mit relativ stabilen Beiträgen rechnen.

Selbstverständlich müssen auch die Anbieter privater Krankenversicherungen immer wieder Beitragserhöhungen vornehmen. Allerdings sind diese längst nicht so hoch bemessen wie sie in der gesetzlichen Krankenversicherung notwendig wären. Außerdem ist nicht außer Acht zu lassen, dass die PKV nicht nur mit stabilen und zumeist deutlich günstigeren Beiträgen aufwarten kann, sondern die Versicherungsnehmer auch auf eine wesentlich größere Auswahl an Leistungen blicken können.


 

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