Die Krankenkasse DAK-Gesundheit veröffentlicht einmal im Jahr Daten über Krankmeldungen in Unternehmen. Im Jahr 2012 wurde ein so genannter Krankenstand von 3,8 Prozent festgestellt. Dieser besagt, dass im Durchschnitt 3,8 von 100 Arbeitnehmern pro Arbeitstag krank gemeldet sind. Ein Jahr später ist der Wert auf 4,0 angestiegen, was letztlich bedeutet, dass sich mehr Berufstätige krank gemeldet haben.

Nicht nur der Krankenstand wurde veröffentlicht, sondern auch die häufigsten Krankheitsursachen. An erster Stelle landen Erkrankungen am Muskel-Skelett System, an zweiter Stelle folgen Erkrankungen, die im Zusammenhang mit dem Atmungssystem stehen. Auf den dritten Platz haben es psychische Erkrankungen geschafft – und zwar mit einem Anteil von rund 13 Prozent.

Dies ist eine alarmierende Zahl, denn zunehmend mehr Deutsche haben mit psychischen Erkrankungen zu kämpfen. Seit Jahren warnen Mediziner, mittlerweile wird deutlich, dass die Warnungen nicht grundlos waren. Wie es scheint, ist es vor allem die Arbeitswelt selbst, die den Berufstätigen zusetzt. Sie stehen häufig unter Stress, dem sie auf Dauer jedoch nicht gewachsen sind.

Gesundheitsexperten sehen das eigentliche Problem gar nicht so sehr bei den kurzzeitigen Ausfällen, die psychische Erkrankungen nach sich ziehen. Leider ist es nämlich immer häufiger so, dass betroffene Personen nicht nur kurzfristig ausfallen. Wenn sie die Probleme nicht in den Griff bekommen, droht die Berufsunfähigkeit.

Längst haben es psychische Erkrankungen bei den häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit auf den ersten Platz geschafft. Im Jahr 2012 zeigten sie sich bei 29 Prozent aller Fälle für das gesundheitlich bedingte Ausscheiden aus dem Berufsleben verantwortlich. Diese Zahlen sind äußerst alarmierend und sollten daher unbedingt ernst genommen werden – und das nicht nur von Gesundheitsexperten und Arbeitgebern. Auch Arbeitnehmer sollten sich der Risiken bewusst sein und deshalb nach Möglichkeiten suchen, damit es gar nicht erst soweit kommt.


 

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