Nun ist es wieder soweit: Das Jahr nähert sich nach einigen aufregenden Monaten langsam aber sicher dem Ende. Neben dem Ärger um die Einführung des Gesundheitsfonds und den Wellen, die ein Positionspapier der privaten Krankenversicherung geschlagen hat, blicken alle Versicherten gespannt auf das Jahr 2009 und seine kommenden Neuerungen. Schließlich treten ab dem 01.01.2009 diverse Änderungen in Kraft, die neben den Mitgliedern der GKV auch die Angehörigen der PKV betreffen.

Vor dem Jahreswechsel muss die Bundesregierung noch den einheitlichen Beitragssatz für die gesetzliche Krankenversicherung bekanntgeben – die Bekanntgabe erfolgt voraussichtlich im Oktober diesen Jahres. Die monatlichen Beiträge fließen ab Januar nächsten Jahres alle in einen Topf. Eine weitere Änderung hat sich dagegen still und heimlich in das Leben der Verbraucher geschlichen, ohne für großes Aufsehen zu sorgen. Freiwillige Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung dürften diese Veränderungen unter Umständen aber überaus deutlich zu spüren bekommen.

Für das Jahr 2009 gelten neue Rechengrößen in der Sozialversicherung, die auch den Gesundheitssektor betreffen. Von diesen Größen hängt es nämlich am Ende ab, wer sich in der GKV pflichtversichern muss, und wer in die private Krankenversicherung wechseln darf. Entscheidend für die sogenannte Versicherungspflichtgrenze ist das Einkommen der Angestellten und Arbeitnehmer. Pünktlich zum 01.01.2009 soll eine Anhebung auf 48.600,- Euro erfolgen. Damit steigt die Versicherungspflichtgrenze von aktuell 48.150,- EUR um glatte 450,- EUR an.

Wer also im vergangenen Jahr als freiwilliges Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung keine Gehaltserhöhung bekommen hat, muss unter Umständen um den Anspruch auf einen Wechsel in die PKV fürchten, da ein Bestandteil der Gesundheitsreform die Beschneidung des sofortigen Wechselrechts nach dem Erreichen der Versicherungspflichtgrenze und eine Ausdehnung auf eine Wartefrist von 3 Jahren gewesen ist.


 

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