Wer als Versicherter einer privaten Krankenversicherung eine Arzt- oder Krankenhausrechnung erhält, der sollte die meist eingeräumten dreißig Tage Zahlungsziel nutzen, um von dem meist kostenlosen Plausibilitätscheck der jeweiligen Krankenkasse Gebrauch zu machen.

So enthalten einige Rechnungen extra aufgeführte und berechnete Leistungen, die im Gesamtpaket einer Behandlung oder auch Operation eigentlich enthalten sind. Dies ist für den Patienten als Laien jedoch nicht sofort ersichtlich. Bevor also die Krankenkasse den eingereichten Beleg beanstandet oder gar nur teilweise zahlt, sollten alle Rechnungen genauestens geprüft und bei Zweifeln die Hilfe der Krankenversicherung in Anspruch genommen werden. Da die Gebührenverordnung für Ärzte allgemein wohl einige Spielräume offen lässt und private wie auch gesetzliche Krankenkassen wirtschaftlich arbeiten müssen, entstehen nicht selten Meinungsunterschiede, was die Berechnung der ein oder anderen Leistung am Patienten angeht. Da andererseits der Patient in dem Sinne der Leidtragende ist, da er weder medizinischer Fachmann ist noch die Gebührenordnung im Detail kennt, bezüglich der Rechnung jedoch erst einmal in Vorkasse treten muss, empfiehlt es sich, bei Unklarheiten stets die Krankenkasse anzurufen, bevor man die Rechnung begleicht.

Auch kann es hilfreich sein, sich sowohl die Stellungnahme des Arztes wie auch jene der Krankenkasse einzuholen, um sich ein möglichst detailliertes Bild über notwenige Heilpläne, Therapien und Medikamente machen zu können bzw. besser abgleichen zu können, welche Leistungen denn tatsächlich (separat) übernommen werden und welche überhaupt nicht als Extraposition in der Rechnung auftauchen dürfen. Da man als Patient der einzige Vertragspartner bei Behandlungen ist, fallen Forderungen auch in erster Linie auf den Patienten selbst zurück.


 

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