Interessenten, die mit dem Gedanken spielen, in die private Krankenversicherung zu wechseln, kommen zwangsläufig mit dem Thema Basistarif in Berührung. Hierbei handelt es sich um einen Versicherungstarif, den die PKV-Versicherer aufgrund gesetzlicher Bestimmungen anbieten müssen. Er soll im Leistungsumfang etwa dem Versicherungsschutz entsprechen, der von der gesetzlichen Krankenversicherung geboten wird.

Nun könnte man meinen, dass durch Wahl eines solchen Tarifs eine grundlegende Absicherung geboten wird. Wie neulich in der ARD Sendung „Kontraste“ deutlich gemacht wurde, ist dies jedoch nicht der Fall. Es wurde aufgedeckt, welche immensen Schwierigkeiten dieser Tarif mit sich bringt und weshalb man ihn besser nicht wählen sollte. Zuletzt wurde dem Tarif sogar nachgesagt, lediglich eine Behandlung 3. Klasse zu erlauben – er hat also weniger als die gesetzliche Krankenversicherung zu bieten.

Schwierigkeiten gibt es besonders bei der Suche nach Ärzten, die Patienten mit Versicherungsschutz via Basistarif überhaupt akzeptieren bzw. diese behandeln. Gerade bei Zahnärzten soll es diesbezüglich sehr schwierig aussehen – der Großteil der Zahnärzte lehnt die Behandlung von Patienten mit Basistarif-Absicherung schlichtweg ab. Des Weiteren wurden die relativ hohen Versicherungsbeiträge bemängelt, die dem Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen.

Bereits anhand dieser wenigen Kritikpunkte wird deutlich, dass ein Wechsel in die PKV nur dann sinnvoll ist, wenn auf eine klassische Krankenvollversicherung gesetzt wird. Diese Tarife fallen im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung (und somit auch gegenüber dem Basistarif) meist deutlich günstiger aus und zugleich erlauben sie es, eine bessere Absicherung zu schaffen. Der Versicherungsumfang kann exakt auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt werden, sodass man am Ende garantiert Patient 1. Klasse ist.


 

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