Obwohl das Sparbuch immer noch als sehr stark verbreitet gilt, haben Tagesgeld- und Festgeldkonten als Anlageform kräftig aufgeholt. Besonders die Anleger und Sparer, die gezielt überdurchschnittliche Renditen anstreben, greifen gerne auf diese Anlageformen zurück. Allerdings hält sich die Begeisterung für Tagesgeld und Festgeld schon seit einer ganzen Weile in Grenzen. Grund sind die extrem niedrigen Marktzinsen. Aufgrund des niedrigen Leitzinses lassen die Renditen zu wünschen übrig. So mancher Anleger sucht deshalb schon bewusst nach Alternativen.

Wirkliche Alternativen gibt es jedoch nur wenige. In erster Linie kommen Unternehmensanleihen in Frage. Allerdings gilt es sich mit dieser Anlageform gut auszukennen und genau genommen bedarf es auch vergleichsweise viel Kapital, um in diesem Segment mit Risikostreuung arbeiten zu können und außerdem von niedrigen Transaktionskosten zu profitieren.

Der Großteil der Interessenten dürfte deswegen besser damit beraten sein, nicht direkt in Anleihen zu investieren, sondern stattdessen auf Rentenfonds zu setzen. Hierdurch ergeben sich gleich mehrere Vorzüge, unter anderem die beiden zuvor angesprochenen Punkte umfassen. Wer nicht direkt in Unternehmensanleihen investiert, sondern stattdessen auf Fonds setzt, diversifiziert seine Anlage automatisch besser. Zugleich treten Probleme wie hohe Transaktionskosten oder hohe Zusatzkosten (z.B. hervorgerufen durch Stückzinsen) nicht in Erscheinung.

In Rentenfonds zu investieren, gestaltet sich vergleichsweise leicht. Die Auswahl an Markt ist groß und umfasst die unterschiedlichsten Themenfonds. Wie bei Aktienfonds werden ganz unterschiedliche Strategien verfolgt. Privatanleger, die auf gute Renditen aus sind, sollten sich vorrangig auf Fonds konzentrieren, die in Unternehmensanleihen investieren. Solide Staatsanleihen sind zwar sicherer, können bei den Renditen aber nicht mithalten – da verspricht sogar das Tagesgeldkonto oft eine höhere Rendite.

Bevor kräftig investiert wird, sollten Anleger jedoch drei Dinge bedenken. Erstens ist es empfehlenswert, in diesem Bereich erst einmal Erfahrungen zu sammeln und daher einen nur einen kleinen Teil der Ersparnisse umzuschichten. Zweitens darf der Anlagehorizont nicht zu kurz bemessen sein: Rentenfonds sind eine Alternative zu langfristiegen Spareinlagen. Drittens gilt es die Kosten im Auge zu behalten und bewusst über kostengünstige Plattformen zu ordern. Hierdurch lassen sich beispielsweise Ausgabeaufschläge oft deutlich senken.


 

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