Das Zinsniveau am Kapitalmarkt ist derzeit ohnehin recht günstig. Wer jedoch Darlehensprogramme der öffentlichen Hand, insbesondere solche der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau, nutzt, kann gegenwärtig zu Top-Konditionen Sanierungsvorhaben in die Tat umsetzen. Im Programm „Energieeffizient sanieren“ der KfW sind Kredite derzeit ab 1,1 Prozent im Jahr zu haben. Der Zins gilt für Darlehen mit einer Laufzeit von 10 Jahren, die mit zwei tilgungsfreien Anlaufjahren und einer Zinsbindung bis zur vollständigen Tilgung ausgestattet sind. Auch längerfristige Darlehen sind zu sehr niedrigen Zinssätzen zu haben. Kredite mit einer Laufzeit von 20 Jahren und zehn Jahren Zinsbindung sowie drei tilgungsfreien Anlaufjahren kosten derzeit 1,41 Prozent effektiv im Jahr. Dreißig Jahre Laufzeit und fünf tilgungsfreie Anlaufjahre sind bei zehn Jahren Zinsbindung für 1,71 Prozent effektiv im Jahr zu haben. Die Darlehen werden alle aus Mitteln des Bundeshaushaltes subventioniert.

Um in den Genuss der Konditionen zu kommen, müssen die Sanierungsvorhaben so gestaltet werden, dass sie die Anforderungen der KfW erfüllen. Am Ende muss das sanierte Objekt dann in punkto Energieeffizienz und Klimafreundlichkeit höchsten Standards entsprechen. Auch wenn derzeit die Energiepreise etwas rückläufig sind, lohnt sich eine energetische Sanierung doppelt, da der geringere Energieverbrauch auch zu geringeren Wohn-Nebenkosten führt.

Wer ein Sanierungsvorhaben in die Tat umsetzen will, muss sich dazu nicht an die KfW direkt wenden. Banken und Sparkassen fungieren als durchleitende Instanz und sind auch bei der Antragstellung behilflich. Auf günstigere Zinsen jedenfalls lohnt es sich nicht zu warten – billiger als jetzt wird Sanieren nicht mehr.


 

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