Vor wenigen Tagen wurde ein Fachbeitrag bei T-Online veröffentlicht, in dem günstige Immobiliendarlehen kritisch betrachtet wurden. Aus Sicht des Autors können Immobiliendarlehen mit niedrigem Zinssatz zur dauerhaften Schuldenfalle werden. Womöglich sind nun einige Darlehensnehmer verunsichert und fürchten um ihre finanzielle Sicherheit.

Grundsätzlich ist es so, dass Darlehen, die in Niedrigzinsphasen abgeschlossen werden, einen gewissen finanziellen Nachteil mit sich bringen. Aufgrund der niedrigen Zinsbelastung kann der Zinsanteil der Annuität (der monatlichen Darlehensrate) nicht besonders ansteigen, wodurch die Tilgung im Laufe der Jahre nur geringfügig zunimmt. Dies hat zur Folge, dass sich der Tilgungszeitraum um mehrere Jahre verlängert. Wer ein Immobiliendarlehen im vergangenen Sommer abgeschlossen und auf eine anfängliche Tilgung von einem Prozent gesetzt hat, müsste bei gleichbleibender Darlehenskonstellation mehr als 40 Jahre lang tilgen, um schuldenfrei zu werden.

Zum Glück lässt sich dieses Risiko relativ leicht ausschließlich. Der Dreh- und Angelpunkt ist die Höhe der Tilgung. Es empfiehlt sich, auf eine höhere Tilgung zu setzen, wodurch sich die Rückzahlungsdauer signifikant verkürzt. Wer eine niedrige Tilgung vereinbart hat, kann Sondertilgungen leisten – auch auf diesem Weg lässt sich ein ordentlicher Darlehensabtrag erzielen. Außerdem können die Darlehenskonditionen im Rahmen der nächsten Anschlussfinanzierung ohnehin neu verhandelt werden.

Wer zum augenblicklichen Zeitpunkt ein Immobiliendarlehen aufnimmt, profitiert automatisch von einer höheren Tilgung: Seit letztem Sommer haben die Hypothekenzinsen bereits spürbar angezogen. Dennoch sollte man sich auch jetzt gut absichern. So ist es zum Beispiel immer gut, wenn Sondertilgungen geleistet werden dürfen und außerdem die Möglichkeit gegeben ist, den Tilgungssatz im Verlauf der Finanzierung anzupassen.


 

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