Kaum jemand dürfte schon vor Jahren damit gerechnet haben, dass die Niedrigzinspolitik der Notenbanken so lange anhalten und zugleich solch extreme Ausmaße annehmen würde. Immerhin hat sich die Europäische Zentralbank in der vergangenen Woche dazu durchgerungen, den Leitzins erneut zu senken. Der zuvor schon mit 0,25 Prozent sehr niedrige Zinssatz wurde auf 01,5 Prozent abgesenkt – und laut Aussage der Zentralbanker wird er dort auch noch eine ganze Weile bleiben. Dies sei erforderlich, damit die Finanzmärkte in den südlichen Ländern Europas nicht kollabieren.

Die Leidtragenden dieser Politik sind die Sparer. Sobald es darum geht, Ersparnisse sicher anzulegen, sieht es schlecht aus. Es spielt keine Rolle, ob Gelder auf Tagesgeldkonten oder Sparbücher eingezahlt werden. So oder so wird nur eine niedrige Verzinsung geboten. Die Europäische Zentralbank findet dies vertretbar, weil die Inflation so gering sei.

Dennoch sind Sparer gut damit beraten, das Thema Geldanlage ernst zu nehmen und letztlich zu versuchen, bestmögliche Renditen zu erzielen. Damit Inflation keine Gefahr darstellt, bleibt gar keine andere Wahl, als zu investieren. Nachfolgend möchten wir zeigen, welche Möglichkeiten bestehen.

Girokonto und Sparbuch – Finger weg

Es macht wenig Sinn, größere Geldbeträge auf Girokonto oder Sparbuch zu horten. Die dort gebotene Verzinsung ist schlichtweg zu gering.

Tagesgeld – besser als nichts

Im Tagesgeldumfeld werden Renditen geboten, die einen einigermaßen praktikablen Schutz vor der Inflation bieten. Allerdings ist es wichtig, Konditionen einzelner Banken genau miteinander zu vergleichen. Interessant ist diese Form der Geldanlage in erster Linie für diejenigen, die kurzfristig über ihre Ersparnisse verfügen möchten.

Festgeld – schon besser

Derzeit ist das Festgeld als König unter den sicheren Geldanlagen zu betrachten. Gegenüber Tagesgeldanlagen locken vergleichsweise deutliche Renditeaufschläge. Doch auch hier ist es wichtig, Konditionen der Anbieter zu vergleichen. Außerdem muss die Bereitschaft bestehen, das Geld mindestens ein bis drei Jahre fest anzulegen.

Aktienmärkte – chancenreich aber sehr riskant

Keine Frage, an den Aktienmärkten (z.B. durch den Erwerb von Aktienfonds) locken die höchsten Renditen. Allerdings könnten sich bereits große Blasen gebildet haben, die bald platzen und späten Einsteigern große Verluste bescheren. Wer investieren möchte, sollte daher äußerst vorsichtig sein und besser nur einen kleinen Teil seiner Ersparnisse hierfür verwenden.

 

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