Mit ihrer erneuten Senkung des Leitzinses hat die Europäische Zentralbank (EZB) am Markt für großes Staunen gesorgt, da selbst Experten mit diesem Schritt nicht gerechnet hatten. So manch angehender Bauherr oder Immobilienkäufer dürfte sich jedoch gefreut haben, denn bisher wirkten sich die Zinssenkungen stets positiv auf die Baugeldzinsen aus.

Eines der Paradebeispiele ist die vorletzte Senkung des Leitzinses auf 0,15 Prozent, welche die bis dahin schon sehr günstigen Immobiliendarlehen noch günstiger machte und bei einigen Zinsbindungen sogar für neue Rekordwerte in Sachen Niedrigzinsen sorgte. Doch in den vergangenen Wochen zogen die Zinssätze dann geringfügig an – und seit der letzten Senkung des Leitzinses haben die Zinsen für Immobiliendarlehen überhaupt nicht nachgegeben.

Wie es scheint, wurde der absolute Tiefpunkt beim Baugeld etwas zur Jahresmitte erreicht. Seither haben die Hypothekenzinsen angezogen, die Senkung des Leitzinses hat kaum Wirkung entfaltet. Allerdings brauchen potentielle Darlehensnehmer deshalb nicht verunsichert sein, denn letztlich ist das Baugeld immer noch ungemein günstig. Der letzte Anstieg der Zinsen ist nicht sehr groß bemessen, viele Eigenheimbesitzer, die erst vor wenigen Jahren günstig finanziert haben, wären froh, sie könnten in den Genuss der gegenwärtigen Konditionen gelangen.

So gesehen könnte der Zeitpunkt für die Aufnahme eines Immobiliendarlehens kaum besser sein. Die gegenwärtigen Hypothekenzinsen sind so attraktiv wie kaum zuvor und letztlich dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Zinsen weiter anziehen. Der gegenwärtige Druck ist zwar gering, doch ein weiterer und womöglich deutlicher Rückgang der Hypothekenzinsen gilt als vergleichsweise unwahrscheinlich.

 

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