Wer in der privaten Krankenversicherung den Anbieter wechselt, zahlt häufig drauf. Diese Weisheit kennt sicher jeder, der sich bereits mit einem Wechsel innerhalb der PKV beschäftigt hat. Zum einen gehen noch bis Ende des Jahres 2008 die angesparten Altersrückstellungen verloren, was gerade für langjährige Mitglieder ärgerlich ist. Und zum anderen muss man in einem solchen Fall die erneute Gesundheitsprüfung über sich ergehen lassen. Zudem ist der spätere Einstieg bei der Konkurrenz mit deutlich höheren Beiträgen verbunden, da die Rückstellungen in einer kürzeren Zeit wieder angespart werden müssen. Allerdings muss man im Zuge einer Beitragserhöhung dem alten Versicherer nicht gleich den Rücken kehren, sondern kann auch andere Alternativen nutzen. Eine dieser Möglichkeiten besteht in der Wahl eines anderen Tarifes.

So lässt sich wesentlich mehr Geld sparen und Betroffene werden nicht mit den Nachteilen eines Kassenwechsels konfrontiert. Allerdings wird ein Tarifwechsel durch die Anbieter der privaten Krankenversicherung nicht gern gesehen. Aus diesem Grund werden Mitglieder in der Regel auch nicht auf eine günstigere Tarifvariante hingewiesen. Wer sich trotz allem zu diesem Schritt entschließt und den Tarif wechselt, sollte auf jeden Fall Geduld und eine gesunde Portion Hartnäckigkeit mitbringen. Nicht immer stimmen die Versicherungsgesellschaften dem Wunsch zu oder verlangen sogar eine Art Wechselgebühr. Von einem solchen Verhalten sollte man sich aber auf keinen Fall einschüchtern lassen. Schließlich räumt das neue Versicherungsvertrags-Gesetz (VVG) dem Versicherten die Möglichkeit des Wechsels ausdrücklich ein. Lässt sich der Versicherer trotz allem nicht von der Erhebung eines Zuschlages abbringen, sollte dieser immer nur unter Vorbehalt gezahlt werden. Entscheiden nämlich die Gerichte gegen die PKV, kann man diese Beträge zurückfordern.


 

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