Das Einschalten eines Immobilienmaklers ist meist relativ kostspielig: Beim Immobilienkauf werden ungefähr 3,5 bis 5 Prozent des Kaufpreises an Maklercourtage fällig, was häufig bedeutet, dass zusätzliche Kosten im fünfstelligen Bereich entstehen. Und auch beim Mieten ist es nicht günstig, wenn ein Makler am Abschluss beteiligt ist. Gut drei bis vier Kaltmieten werden an Courtage fällig, wodurch die Haushaltskasse ebenfalls enorm belastet werden kann.

Wie „Focus Online“ schreibt, hält die Bundestagsfraktion der SPD dieses Vorgehen für ungerecht – zumindest wenn Käufer und Mieter zur Kasse gebeten werden und die gesamte Maklercourtage selbst tragen sollen. Deshalb hat die Fraktion vorgeschlagen, die Provisionen zu regulieren. Der Vorschlag konzentriert sich im Wesentlichen auf eine Kostenaufteilung: Käufer und Verkäufer oder Mieter und Vermieter sollen sich die Provisionszahlung, die an den Immobilienmakler zu entrichten ist, teilen.

Inwiefern die SPD tatsächlich über die Möglichkeit verfügt, hier Einfluss zu nehmen und den Markt zu regulieren, bleibt abzuwarten. In ihrer derzeitigen Situation wird sie kaum etwas ausrichten können – es sei denn, die Regierungsparteien wären mit diesem Konzept ebenfalls einverstanden, was jedoch als äußerst unwahrscheinlich gilt.

Aufgrund dieser politischen Situation ist nicht davon auszugehen, dass angehende Mieter und Käufer auf eine baldige Teilung der Maklercourtagen hoffen können. Stattdessen werden sie noch eine ganze Weile gut damit beraten sein, sich auf dem Markt genau umzusehen und nach Objekten zu suchen, die nicht über Makler angeboten werden. Mit dieser Vorgehensweise ist es möglich, die hohen Courtagen generell zu umgehen und somit das Budget oder die Haushaltkasse zu schonen.


 

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