Immer wieder werden als Pluspunkte für die private Krankenversicherung die Behandlung durch den Chefarzt und eine Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer angeführt. Dass sich der Abschluss aber noch an ganz anderer Stelle lohnt, dafür sorgen die Beitragsrückerstattungen. Dabei erhalten die Versicherten zum Jahresende einen Teil der Beiträge zurück, wenn sie keine Leistungen der Gesellschaft in Anspruch genommen haben.

Ein Beispiel dafür, wie sich ein sorgsamer Umgang mit der Gesundheit für die Versicherten lohnen kann, sind die Beitragsrückerstattungen der Debeka. Das Unternehmen hat allein für das vergangene Jahr 2007 an seine Mitglieder mehr als 300 Millionen Euro ausgeschüttet. Mit einer Zahl von über 430.000 Personen erhielt fast jeder dritte Versicherte der Debeka einen Teil der Beiträge zurück. Hier winken zum Teil kräftige Rückzahlungen, denn durch die Rückerstattung von bis zu vier Monatsbeiträgen fließen den Versicherten fast 30 Prozent wieder zu. Unter diesem Gesichtspunkt lohnt sich der Wechsel in die private Krankenversicherung gleich doppelt, da es neben den besseren Leistungen quasi eine „Geld-Zurück-Garantie“ gibt.

Trotz der Vorzüge ist bei einem Wechsel nach wie vor auf das Leistungsspektrum zu achten, da sich eine Unterversicherung sehr deutlich im eigenen Portemonnaie bemerkbar macht. Daneben erstatten die einzelnen Versicherungsgesellschaften unterschiedlich hohe Beiträge zurück: Während einige Unternehmen einen beträchtlichen Teil an ihre Versicherten wieder zurückgeben, gehen andere Gesellschaften mit dem Thema Beitragsrückerstattungen wesentlich sparsamer um. Um die Leistungen einer privaten Krankenversicherung beurteilen zu können, reicht es also nicht immer aus, nur auf den Beitrag oder die Behandlung durch einen Chefarzt zu schauen.


 

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