Dass die Gesundheitsreform bisher nicht unbedingt positive Auswirkungen auf die Finanzen der Versicherten hat, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Schließlich sorgen bei Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung die Zuzahlung für Medikamente und eine Praxisgebühr von 10 Euro seit Jahren für Unmut. Dass aber zum Jahreswechsel 2008/2009 ein deutschlandweiter Sprung der Beiträge ins Haus steht, dürfte die Stimmung gänzlich in Richtung des Nullpunktes sinken lassen. Bisher herrscht aus den Reihen der Bundesregierung zwar immer noch eisiges Schweigen, was eine genaue Zahl für die Anhebung der Krankenkassenbeiträge betrifft. Aber dafür blühen Spekulationen immer wieder neu auf.

Inzwischen reicht die Palette der vermutlichen Beitragssteigerungen bereits an die 16-%-Marke, was für die Versicherten in einigen Gesellschaften durchaus eine spürbare Zunahme der Ausgaben für die eigene Gesundheit darstellt. Dass die Aufwendungen für die Gesundheit der Versicherten immer weiter steigen, wird sicher niemand bestreiten wollen. Allerdings kennt die derzeitige Situation nur wenig Parallelen. Zumal die Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung durch die Einführung des Gesundheitsfonds unter Umständen noch einmal zur Kasse gebeten werden können. Sollten nämlich die Beträge, welche den einzelnen Kassen aus dem Fonds zufließen, nicht ausreichen, können diese von ihren Versicherten einen Zusatzbeitrag einfordern.

Wer sich dagegen in die Obhut der privaten Krankenversicherung begeben hat, war von dieser Entwicklung lange Zeit verschont geblieben. Allerdings erwartet auch die PKV für das Jahr 2009 einen größeren Anstieg der Versicherungsprämien. Verantwortlich ist hier vor allem die Einführung des Basistarifs und mit ihm die Möglichkeit zur Mitnahme der Altersrückstellungen. Das Wechselrisiko wird in der PKV am Ende durch die Versicherten mitgetragen.


 

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