Der absolute Tiefststand bei den Kreditzinsen ist 2009 erreicht worden. Darin ist sich die Finanzierungsbranche Informationen der Financial Times Deutschland (FTD) zufolge sicher. Günstiger als in diesem Jahr wird eine Baufinanzierung mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr werden. Unter anderem das Wirtschaftsmagazin Capital befragte Finanzierungsexperten zu ihren Prognosen für das Jahr 2010. Auch hier herrscht Konsens: Eine Mehrheit der Experten rechnet damit, dass die Zinsen für Baufinanzierungen mit zehnjähriger Zinsbindung im ersten Halbjahr um durchschnittlich 0,3 Prozentpunkte steigen. Für Immobilienkredite mit einer Laufzeit von 15 Jahre gehen die Experten sogar von einer Steigerung um durchschnittlich bis zu 0,5 Prozent aus. Hält man sich vor Augen, dass allein schon ein Zinsunterschied von 0,1 bis 0,2 Prozent eine Ersparnis bzw. einen Mehraufwand von mehreren tausend Euro bedeutet wird klar: Wer günstig finanzieren will, sollte schnell handeln.

Natürlich bedeutet das aber nicht, überstürzt eine beliebige Finanzierungsform zu wählen. Vielmehr raten Experten wie Ralph Müller, Chef des Baufinanzierungsgeschäfts der Deutschen Bank, zu einem gut durchdachten Finanzierungsmix. Wer die Wahl hat, sollte die aktuell noch günstigen Zinsen langfristig sichern, aber auch mit variablen Angeboten arbeiten, die dann beispielsweise bei Bedarf umgewandelt werden können. Ein solcher Mix hat den Vorteil, dass die günstigen Zinsen zwar gesichert, aber kein zu hoher Prolongationsaufschlag gezahlt wird. Mit variablen Angeboten kann man von den vorerst noch sehr günstigen Zinsen für Darlehen mit kurzer Laufzeit profitieren. Ein Cap sorgt dafür, dass der Zins auch bei dieser Finanzierungsform nicht ins Unendliche steigt und bezahlbar bleibt.


 

Diese Meldung weiterempfehlen

 Share  Share  Share  Share