Die Bauzinsen sind nach wie vor günstig, weshalb die Nachfrage nach Wohnimmobilien ungemein groß ist. Etliche Privathaushalte möchten die Chance nutzen und günstig ein Eigenheim finanzieren. Gerade weil die Zinsen so niedrig sind, können auch Finanzierungen auch mit niedrigeren Einkommen gestemmt werden.

Unabhängig von der Höhe des Einkommens ist festzustellen, dass viele angehende Bauherren und Käufer daran interessiert sind, die Darlehensraten ihrer Finanzierungen möglichst gering zu halten. Dementsprechend legen sie niedrige Tilgungssätze fest. Meist ist dies überhaupt kein Problem, etliche Banken schreiben eine Mindesttilgung, die bei einem bis eineinhalb Prozent liegt.

Niedrige Tilgungssätze sind jedoch nur bedingt reizvoll. Zwar mögen sie dafür sorgen, dass die monatliche Belastung überschaubar bleibt, doch auf der anderen Seite verzögern sie die Rückzahlung des Immobiliendarlehen. Angesichts der augenblicklich so niedrigen Hypothekenzinsen empfinden dies viele Interessenten als nicht besonders schlimm.

Doch auch niedrige Zinsen dürfen in ihrer Wirkung nicht unterschätzt werden. In Anbetracht der hohen Darlehensbeträge gilt es pro Jahre dennoch mehrere tausend Euro an Zinsen zu entrichten. Wer zum Beispiel eine Eigentumswohnung erwirbt und zu diesem Zweck ein Darlehen in Höhe von 140.000 Euro zu einem Zins von 3,0 Prozent aufnimmt, entrichtet pro Jahr 4.200 Euro an Zinsen. Bei einer anfänglichen Tilgung von einem Prozent wird die Restschuld innerhalb der nächsten Jahre kaum verringert. Infolge summieren sich die Zinsen auf einen sehr stattlichen Betrag.

Sofern der finanzielle Spielraum gegeben ist, entscheidet man sich besser für eine Tilgung, die bei mindestens zwei Prozent oder noch höher liegt. Oft klettert die Darlehensrate gar nicht so sehr in die Höhe. Allerdings wird die Restschuld deutlich schneller abgetragen, was im Hinblick auf die Zinslast ein großer Vorteil ist.


 

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