Die kürzlich verabschiedete Gesundheitsreform bringt eine kleine Überraschung mit sich. Bereits unzählige Male wurde in den Medien über die beschlossenen Änderungen berichtet, doch im Wesentlichen konzentrierte sich die Berichterstattung vor allem auf die Beitragserhöhung innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung sowie der Verkürzung der Wartzeit bei der PKV. Allerdings umfasst das verabschiedete Gesetzpaket noch weitere Änderungen, die bisher untergegangen sind bzw. über die kaum jemand berichtet hat.

Da wäre zum Beispiel die Tatsache, dass PKV-Versicherte auch während der Elternzeit ihren Versicherungsschutz beibehalten können. Bisher war dies ein relativ großes Problem, besonders für Eltern, die sich im Angestelltenverhältnis befinden und nach der Elternzeit in einen Teilzeitjob wechseln. Schließlich müssen Arbeitnehmer mit ihrem Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegen, um in die PKV wechseln und dort auch bleiben zu können. Die Nutzung der Elternzeit konnte daher bisher zum ernsthaften Problem werden: Das Einkommen verringert sich durch die Teilzeitbeschäftigung und plötzlich ist man nicht mehr dazu berechtigt, sich privat zu versichern. Die Folge ist eine Pflicht, in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln. Erst wenn man wieder voll berufstätig ist bzw. man einer Vollzeitbeschäftigung nachgeht und ein entsprechend hohes Einkommen erzielt, ist der Eintritt in die PKV wieder möglich.

Durch die verabschiedete Gesundheitsreform ändert sich das. Um in der PKV bleiben zu können, muss nachgewiesen werden, dass man mit seinem Einkommen innerhalb der letzten fünf Jahre über der Versicherungspflichtgrenze lag. Die Elternzeit wird ab Januar als versicherungsfreie Zeit anerkannt und verschafft dadurch mehr Spielraum, um eine Zeit lang einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen zu können.
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