In den vergangenen Wochen haben wir hier im Blog mehrfach vor einem Anstieg der Marktzinsen gewarnt, den vor allem angehende Bauherren und Käufer im Augen behalten sollen. Immerhin deuten mehrere Zeichen daraufhin, dass der Markt seinen Tiefpunkt erreicht hat und nun die Zinswende eingeläutet wird.

Mit unserer Analyse lagen wir genau richtig, denn innerhalb kürzester Zeit haben die Marktzinsen spürbar angezogen. Beim Blick auf die DGZF-Pfandbriefkurve wird das Ausmaß ersichtlich: Die Zinsen im zehnjährigen Bereich haben um mehr als 0,4 Prozent angezogen. Hierbei handelt es sich um einen sehr stattlichen Anstieg. Auf eine typische Baufinanzierung umgelegt, würde er unter Berücksichtigung der Gesamtlaufzeit zu äußerst hohen Mehrkosten führen, die sich auf viele tausend Euro belaufen.

Allerdings brauchen potentielle Darlehensnehmer deshalb nicht gleich in Panik verfallen. Es wäre falsch, jetzt überstürzt zu handeln. Immerhin leiten die Banken ihre Zinssätze nicht direkt vom DGZF-Pfandbrief ab – einige Banken haben ihre Zinssätze noch gar nicht erhöht, andere hingegen nur geringfügig.

Eine gute Ausgangssituation haben vor allem potentielle Darlehensnehmer, die sich ihre persönlichen Finanzierungsangebote in den vergangenen Wochen eingeholt haben – sofern die Angebote noch gültig sind. So bietet sich die Chance, nun die alten und sehr attraktiven Bauzinsen zu sichern.

Aber es gibt noch einen weiteren Grund, weshalb niemand befürchten muss, dass sich seine Baufinanzierung bald spürbar verteuert. Noch hat sich am Markt nämlich nur sehr wenig getan, ein wirklich rasanter Zinsanstieg, gilt daher als unwahrscheinlich. Zwar können die Zinssätze im Lauf des Jahres noch weiter anziehen, doch selbst dann werden sie unter Berücksichtigung der historischen Zinsentwicklung immer noch günstig sein.

 

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