Wer ein Immobiliendarlehen aufnehmen möchte, muss sich zwangsläufig mit dem Thema Zinsbindung beschäftigen. Mit der Bank muss vereinbart werden, für welchen Zeitraum der Zinssatz des Darlehens fest vereinbart wird. Sich hier festzulegen, fällt den meisten Personen jedoch schwer. Auf der einen Seite ist es sinnvoll, eine kurze Zinsbindung (5 bis 10 Jahre) zu wählen, um von einem niedrigeren Darlehenszins profitieren zu können. Auf der anderen Seite sorgt eine lange Zinsbindung (15 Jahre und länger) für mehr Zinssicherheit.

Weil die Hypothekenzinsen innerhalb des letzten halben Jahres enorm gestiegen sind, stellen sich zunehmend mehr angehende Darlehensnehmer die Frage, ob es sich überhaupt noch lohnt, eine lange Zinsbindung zu wählen. Schließlich sind die Zinssätze bereits gestiegen und da wäre es unter Umständen sinnvoller, auf eine kurze Zinsbindung zu setzen, damit der Zinssatz nicht unnötig in die Höhe getrieben wird.

Dennoch ist es wahrscheinlich die bessere Wahl, nach wie vor auf eine lange Zinsbindung zu setzen. Der Aufpreis ist nämlich gar nicht so hoch bemessen und im historischen Zinsvergleich wirken die aktuellen Hypothekenzinsen nach wie vor sehr günstig. Anfang bis Mitte der 1990er Jahre lagen die Zinssätze fast doppelt so hoch.
Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass die deutsche Wirtschaft enorm anzieht und die Zinssätze aller Voraussicht nach weiterhin steigen werden, scheint es sinnvoll zu sein, auf eine lange Zinsbindung zu setzen und somit für Sicherheit zu sorgen. Denn sollten die Zinssätze tatsächlich weiterhin steigen, wird man bei der ersten Anschlussfinanzierung froh darüber sein, dass man den niedrigen Darlehenszins so lange genießen konnte.


 

Diese Meldung weiterempfehlen

 Share  Share  Share  Share