Im vergangenen Jahr ging es zu dieser Zeit rund. In mehreren Teilen der Republik wurden die Schäden des Hochwassers sichtbar, die finanziellen Folgen der starken Regenfälle addierten sich zu einem Milliardenbetrag. In diesem Jahr zeigt sich das Wetter von einer etwas besseren Seite, allerdings gab es vereinzelt Stürme, die ebenfalls große Schäden hinterlassen haben. Man denke nur an die schweren Gewitter in Nordrhein-Westfalen.

Die meisten Opfer reagieren schnell, indem sie Schadensmeldungen bei ihren Hausrat- und Wohngebäudeversicherungen einreichen. Allerdings dürften etliche Versicherungsnehmer auf die Antwortschreiben, die sie in den kommenden Wochen erhalten werden, nicht gut zu sprechen sein. Schon jetzt fürchten sich einige Brancheninsider vor den Reaktionen der Verbraucher, weil diese nämlich nicht mehr so gut versichert sind, wie dies früher einst der Fall gewesen ist.

Zunehmend mehr Experten beklagen die Geiz-Mentalität der Verbraucher. Dem Großteil der Versicherungsnehmer ist mittlerweile bewusst, dass zwischen den Beiträgen der einzelnen Anbieter und Tarife große Unterschiede bestehen. Als Folge werden unzählige Tarife verglichen, um letztlich einen möglichst günstigen Schutz zu erhalten.

Prinzipiell ist gegen diese Vorgehensweise überhaupt nichts einzuwenden, schließlich ist es gut, wenn sich Versicherungsbeiträge in der Haushaltskasse möglichst nicht bemerkbar machen. Allerdings sind einige Versicherungen nicht grundlos so günstig. So mancher Tarif beinhaltet nur relativ wenige oder stark eingeschränkte Leistungen, sodass die Versicherer im Schadensfall keine hohen oder sogar überhaupt keine Entschädigungsleistungen zu zahlen haben.

Eine gute Versicherung muss daher in mindestens zwei Disziplinen überzeugen, nämlich sowoh bei den Leistungen als auch beim Beitrag. Deshalb ist es falsch, ein übertriebenes Kostenbewusstsein an den Tag zu legen und unbedingt die Versicherung abschließen zu wollen, die am günstigsten ist. Am Ende geht es vorrangig um den eigentlichen Versicherungsschutz, er sollte durchweg überzeugen. Gerade bei Hausrat- und Wohngebäudeversicherung ist es so, dass die Beitragsersparnis oft in keinem Fall zu den Kosten steht, um die es im Ernstfall geht.


 

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