Politiker, die sich mit den Problemen der gesetzlichen Rentenversicherung beschäftigen müssen, haben eine vergleichsweise undankbare Aufgabe erhalten. Seit Jahrzehnten wird noch Lösungen gesucht, doch so richtig wollte bislang niemand durchgreifen, denn letztlich hätte dies entweder zur Folge, dass zahlreiche Bürger deutlich höhere Abgaben zu entrichten haben oder die Rentenempfänger stattliche Kürzungen akzeptieren müssten.

Derzeit ist Ministerin von der Leyen damit beschäftigt, das Rentenproblem zu lösen. Eine Patentlösung hat sie allerdings nicht zu bieten. Mit ihren Vorschlägen und Lösungsansätzen zeigen sich selbst Politiker aus den eigenen Reihen nicht zufrieden. Vor allem jüngere Gesichter von CDU und FDP haben einen Gegenvorschlag gemacht und somit viel Aufsehen erzeugt.

Laut den jüngeren Politikern sei es vernünftig, die private Vorsorge stärker zu fördern – und das auch für die Geringverdiener. Bislang halten sich die Anreize für Geringverdiener, auf die private oder die betriebliche Altersvorsorge zu setzen, nämlich stark in Grenzen. Das Problem ist die Grundsicherung. Wer im Alter auf die Grundversorgung angewiesen ist, muss sich die private Altersvorsorge anrechnen lassen. Infolge ist die private Vorsorge sehr unattraktiv: Wer vorgesorgt hat, bekommt am Ende genau so viel wie jemand, der nicht vorgesorgt hat.

Die Politiknachwuchs möchte dies gerne ändern. Auf viel Gegenliebe sind die Vorschläge allerdings nicht gestoßen. Es scheint so, als ob die älteren Herrschaften in den Parteispitzen zusammenhalten. Im Grunde ist dies sehr schade, denn im Grunde klingt der Vorschlag der jungen Politiker mehr als plausibel. Es kann auf keinen Fall schaden, wenn die private Altersvorsorge stärker belohnt wird.


 

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