Deutschlands Eigenheimbesitzer haben in der Vergangenheit vor allem auf Sicherheit gesetzt und sich in den meisten Fällen für ein Festzinsdarlehen entschieden. Hierbei werden Zinsen über die Dauer der Rückzahlung bzw. einen festgelegten Zeitraum vertraglich vereinbart. Als Kreditnehmer müssen nach der Unterschrift nur noch Monat für Monat die Raten überwiesen werden. Alternativen zur Baufinanzierung per Annuitätendarlehen hat man hierzulande dagegen lange vergebens gesucht. Allerdings hat sich in den letzten Jahren die Situation deutlich gewandelt.

Immer mehr Banken und Kreditinstitute versprechen eine optimale Finanzierung der eigenen vier Wände und bieten ihren Kunden unterschiedlichste Produkte an. Ein Vertreter dieser neuen Angebote ist der Immobilienkredit mit variablen Zinsen, oft als Flex- oder variables Darlehen bezeichnet. Eine klassische Zinsbindung sucht man hier vergebens: Der Kreditzins wird vielmehr an einen Referenzzinssatz gekoppelt, etwa den 3-Monats-EURIBOR und in regelmäßigen Abständen an diesen angepasst. Zusätzlich kann ein solches Darlehen auch mit deutlich flexibleren Tilgungsraten abgezahlt werden.

Wie die Bindung an einen Marktzins aber bereits vermuten lässt bringt die flexible Finanzierung nicht nur Vorteile. Sobald der Referenzzins über sein Niveau zur Vertragsunterzeichnung steigt, wird der Kreditnehmer mit höheren Kosten für die Eigenheimfinanzierung bestraft. Zeigt das Zinsbarometer nur einen geringen Ausschlag nach oben, bleiben die Folgen für den Darlehensnehmer durchaus noch in einem vertretbaren Rahmen. Kommt es dagegen im Lauf der Zeit zu drastischen Anstiegen, können die Kreditzinsen zu einer deutlichen Belastung der Haushaltskasse werden. Damit das Eigenheim auch in einer solchen Phase bezahlbar bleibt, lohnt sich der Abschluss eines Zinscaps. So werden Schwankungen ab einem Grenzsatz gedeckelt und der Kreditnehmer wird finanziell entlastet.


 

Diese Meldung weiterempfehlen

 Share  Share  Share