Die Lebensversicherung wird gerne als Altersvorsorge betrachtet, denn am Ende der Laufzeit wird ein stattlicher Betrag zurück in die Haushaltskasse gespült. Im Grunde gibt es nur eine Herausforderung: Es gilt viele Jahre lang durchzuhalten. Allerdings ist dies leichter gesagt als getan. Zahlreiche Versicherungsnehmer möchten nicht so lange abwarten und treffen deshalb die Entscheidung, ihre kapitalgebundenen Lebensversicherungen vorzeitig zu verkaufen.

Die Rückkaufswerte sind im Regelfall (je nach bisheriger Laufzeit) niedriger als die Beträge bemessen, die bislang eingezahlt wurden. So mancher Versicherungsnehmer ist hierüber nicht erfreut und spielt deshalb mit dem Gedanken, seine Versicherung an einen spezialisierten Anbieter zu verkaufen. Auf diesem Weg ist es möglich, höhere Erlöse einzustreichen.

Allerdings gestaltet es sich zunehmend schwieriger, Kapital-Lebensversicherungen zu verkaufen. Wie Finanztest mitgeteilt hat, gibt es gleich zwei Herausforderungen, mit denen Verkäufer zurechtkommen müssen. Da wäre zunächst einmal die Tatsache, dass die großen Aufkäufer Schwierigkeiten mit der Finanzierung haben. Sie würden gerne mehr Versicherungen aufkaufen, können mit ihren Fonds aber nicht genug Kapital einsammeln.

Ein weiteres Problem ist die zunehmende Anzahl an Betrügern. Immer mehr Anbieter treten am Markt auf, die besonders hohe Rückkaufwerte versprechen, diese am Ende aber gar nicht auszahlen. Inzwischen sind den Ermittlern mehrere Finanzunternehmen bekannt, die auf diese Weise stattliche Summen eingestrichen haben. Die Masche ist meistens dieselbe: Den Versicherungsnehmern wird ein hoher Rückkaufswert in Aussicht gestellt, jedoch müssen sie sich gedulden. Es werden mehrere Teilauszahlungen versprochen – doch oft ist nach der ersten Auszahlung bereits Schluss.

Interessenten, die ihre kapitalgebundenen Lebensversicherungen verkaufen möchten, sollten daher ungemein vorsichtig sein. Wer nicht aufpasst, verliert womöglich eine Menge Geld. Außerdem kann es passieren, dass man keinen Aufkäufer findet. Dann bleibt nur noch der reguläre Verkauf an den Versicherer.

 

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