Die Krankenversicherer in Deutschland sehen sich einem wachsenden Bedürfnis ihrer Kunden nach kompetentem Service gegenüber. Dabei spielt es keine Rolle, ob Privatpatient oder Kassenpatient. Immer mehr Studien belegen zweifelsfrei, dass neben dem Leistungskatalog und den Prämien auch die Kundenbetreuung als Maßstab für eine gute Krankenversicherung gesehen wird. Patienten verlangen einen komfortabel erreichbaren Ansprechpartner und wollen kurze Verwaltungswege. Die Assekuranzen werden sich nach Ansicht von Experten auf diesen Trend einstellen. Die Einführung des Gesundheitsfonds wird dazu führen, dass die Kunden-Mobilität unter den gesetzlichen Kassen in einigen Jahren fast zum Erliegen kommt, weil über den Preis keine neuen Mitglieder mehr gewonnen werden können. Es gilt dann, für die Beiträge das Maximale für die Mitglieder herauszuholen. Service gehört dabei zunehmend zu den wichtigsten Elementen.

Die privaten Versicherer sind schon länger dazu übergegangen, den Service für ihre Kunden zu verbessern. So bieten viele bereits eine Komplett-Betreuung der Patienten an und fungieren als helfende Instanz bei der Koordination verschiedener Behandlungen bei mehreren Ärzten. Auch stehen Kunden mittlerweile bei fast allen PKVs mehrere Ansprechmöglichkeiten zur Verfügung. Anliegen können heute bei fast allen Assekuranzen sowohl telefonisch als auch per Mail oder sogar via Internet-Chat vorgetragen werden. Die Anbieter stellen zudem immer mehr Informationen rund sich selbst, aber auch über die Gesundheitsreform und die dadurch bedingten Änderungen in der PKV zur Verfügung und helfen so, Unklarheiten und Missverständnisse auszuräumen.

Da das Kostenniveau weder in der privaten noch in der gesetzlichen Versicherung zurückgehen wird, ist anzunehmen, dass die Tendenz zu einer Stärkung des Service-Angebotes weitergehen wird.


 

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