Im Zuge der internationalen Finanzkrise, die ja vornehmlich durch faule Hypothekenkredite in den USA entstand, sorgen sich auch hierzulande viele Bauherren mit laufenden Krediten, wo letztendlich ihr Kredit deponiert bzw. ob er womöglich von der Hausbank an der Börse in Form von Asset Backed Securities – also verbrieften Krediten – an Investmentgesellschaften verkauft worden ist. Da diese Praktiken auch in Deutschland durchaus nicht selten sind und in den letzten zwei Jahren zahlreiche Haushalte Post von Hedge Fonds bekamen, die ihrer Hausbank die offenen Forderungen abgekauft und den Darlehensnehmern den Kredit gekündigt hatten, wächst die Angst der Bauherren.

Tatsächlich ist es immer noch möglich, dass ausländische Investoren offene Kredite sozusagen im Paket kaufen und dann auf die sofortige Auslösung des Kredites bestehen. Die meisten Hausbesitzer können dieser Forderung natürlich nicht nachkommen und so droht die Zwangsversteigerung. Aber auch regelmäßig bediente Kredite wurden in der Vergangenheit verkauft und die Finanzinvestoren wandten sich auch an jene, die ihre Schulden stets pünktlich beglichen hatten mit der Aufforderung, die offene Summe sofort zu begleichen. Doch bevor dies passieren kann, muss der neue ‚Besitzer’ des Kredits eine außerordentliche Kündigung ausgesprochen haben. Gegen diese kann der Kreditnehmer dann gerichtlich vorgehen.

Dennoch besteht weiterhin die Sorge, dass das Eigenheim letztendlich in die Hände internationaler Investoren gerät. Einige Banken haben daher nun Versicherungen gegen Kreditverkauf aufgelegt. Dieser Schutzbrief verpflichtet die Bank, den Kredit über die gesamte Laufzeit nicht zu verkaufen und dem Bauherren somit zusätzliche Sicherheit zu gewähren. Der Aufschlag für die Versicherung beläuft sich meist auf etwa 0,1 bis 0,2 Prozent der Darlehenssumme und wird in die zu leistenden Raten mit eingerechnet.


 

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