In diesem Jahr läuft es für zahlreiche Bauherren nicht allzu gut. Aufgrund des langen Winters konnten etliche Bauvorhaben erst mit großer Verspätung starten. Grundsätzlich muss dies kein großes Problem sein, da im Regelfall genug Zeit bleibt, um die Gebäude vor Beginn des Winters fertigzustellen.

Allerdings drohen so manchem Bauherren kleinere Schwierigkeiten mit der Finanzierung. Üblicherweise wird die Baufinanzierung rechtzeitig abgeschlossen, oft noch vor Baubeginn. Nach Unterschrift des Vertrags bleibt eine bestimmte Zeitspanne, um das Darlehen vollständig abzurufen. Doch so manchem Bauherren wird dies nicht gelingen: Weil sein Bauvorhaben später begonnen hat, verzögert sich auch das Abrufen der einzelnen Darlehenstranchen.

Allerdings ist es deshalb trotzdem nicht erforderlich, gleich das gesamte Darlehen abzurufen und dann entsprechend die vollen Zinsen zu bezahlen. Viele Banken erheben in solch einem Fall die so genannten Bereitstellungszinsen. Hierbei handelt es sich um Zinsen, die auf den Darlehensteil anfallen, der noch nicht abgerufen wurde. Hiervor graut es jedoch zahlreichen Bauherren, immerhin drohen Kosten.

Zur Lösung dieses Problems bieten etliche Banken eine Verlängerung des Zeitraums an, in welchem das Darlehen als bereitstellungszinsfrei gilt. Diese Verlängerung wird per Aufschlag auf den eigentlichen Darlehenszins abgerechnet. Die meisten Bauherren lassen sich darauf ein. Allerdings ist dies gar nicht immer so clever, denn häufig wäre es günstiger, einfach die Bereitstellungszinsen zu zahlen. Der Zinsaufschlag gilt nämlich bis an das Ende der Zinsbindung und zugleich auf die gesamte Darlehenssumme. Betroffene Bauherren sollten daher genau rechnen – oft stellt sich dann heraus, dass es günstiger ist, einfach die Bereitstellungszinsen zu entrichten.

 

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