Wer bei der Baufinanzierung auf eine anfängliche Tilgung von einem Prozent setzt, weil eine möglichst geringe finanzielle Belastung bzw. eine niedrige monatliche Rate gewünscht ist, muss sein Darlehen über einen vergleichsweise langen Zeitraum abstottern. Aufgrund der derzeit so niedrigen Darlehenszinsen wird eine relativ niedrige Annuität (Darlehensrate bestehend aus Zins und Tilgung) festgesetzt, die letztlich zu einem langen Tilgungszeitraum führt: Gut 40 Jahre dauert die vollständige Tilgung.

Eine deutlich schnellere Rückführung des aufgenommenen Kapitals wird durch die Aufnahme eines sogenannten Volltilgerdarlehens möglich. Diese Darlehensform trägt ihre Bezeichnung nicht umsonst: Bis zum Ende der Laufzeit wird ein Volltilgerdarlehen vollständig getilgt. Entsprechende Darlehen können mit Zinsbindungen von 5 bis 30 Jahren abgeschlossen werden – somit sollte letztlich für jeden die passende Lösung zu finden sein.

Die Aufnahme eines solchen Darlehens gilt als äußerst reizvoll: Die Rückzahlung kann innerhalb eines vergleichsweise kurzen Zeitraums erfolgen. Die meisten Leute, die sich für ein Volltilgerdarlehen entscheiden, setzen auf Zinsbindungen von 15 bis 20 Jahren. Eine solche Entscheidung wird von den Banken übrigens belohnt: Oftmals gibt es nochmals einen satten Zinsbonus, der die finanzielle Belastung verringert.

Auf der anderen Seite darf die finanzielle Belastung bzw. die monatliche Rate, die aus einem Volltilgerdarlehen resultiert, nicht unterschätzt werden. Wer innerhalb eines solch kurzen Zeitraums das gesamte Darlehen tilgt, muss entsprechend hohe Raten leisten. Deswegen muss auch ein gutes Einkommen vorhanden sein – anders sind solche Finanzierungen nicht zu stemmen. Daher kommt die Aufnahme dieser Darlehen zumeist nur für Haushalte in Frage, die über zwei Einkommen verfügen.

 

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